Ich war ganz lange der Meinung, wir Frauen sind erst in den
Wechseljahren, wenn unsere Blutung aufhört. Mit diesem Satz
steigt Tanja in diese Folge ein. Und genau dieser Irrtum ist der
Grund, warum viele Frauen jahrelang nicht einordnen können, was
gerade mit ihnen passiert.
Diesmal drehen die beiden das Format um. Tanja stellt die Fragen,
Johanna antwortet als frisch zertifizierte Zyklus-Mentorin und
Hormonexpertin. Herausgekommen ist die Folge, die schon länger
angekündigt war: einmal in Ruhe durch die Wechseljahre.
Johanna erklärt die vier Phasen. Die Prämenopause, die etwa
zwischen 38 und 47 liegt und fünf bis acht Jahre dauern kann,
weil das Progesteron langsam weniger wird. Die Perimenopause ab
etwa 47. Die Menopause, die tatsächlich nur ein einziger Stichtag
ist, nämlich der Tag, an dem man zwölf Monate lang keine Blutung
mehr hatte. Und die Postmenopause danach.
Es geht um die ersten Zeichen, die viele auf den Job, den Stress
oder den Alltag schieben. Schlechter Schlaf, obwohl nichts
anliegt. Pickel mit Anfang 40. Zunehmen ohne erklärbaren Grund.
Stärkere Stimmungsschwankungen. Um die Frage, warum der Eisprung
das Zentrale am Zyklus ist und woran man merkt, ob man überhaupt
noch einen hat. Und darum, warum viele Frauen beim Arzt mit einem
Schulterzucken oder einem Rezept für Mönchspfeffer wieder
rausgehen, obwohl das Thema deutlich komplexer ist.
Dazu kommen die Anzeichen, über die selten jemand spricht. Dass
sich der Körpergeruch mit dem Hormonstatus verändert. Dass der
eigene Geruchssinn empfindlicher wird. Und dass sogar juckende
Ohren dazugehören können.
Das Öl der Folge ist Clary Sage, also Muskatellersalbei, eines
der klassischen Frauenöle. Beide erzählen, wie sie es nutzen,
meist auf dem Unterbauch und im unteren Rücken rund um die
Periode.
Und am Ende steht eine Haltung: Der Spruch „ach komm, die ist im
Wechsel" ist abwertend, und das muss nicht so sein. Es ist eine
wichtige Zeit, sie darf gefeiert werden, und niemand muss sie
allein durchstehen.
0:00 Intro0:30 Begrüßung0:53 Öl der Folge: Clary Sage4:02 Thema
der Woche: die Wechseljahre und ein großer Irrtum5:38 Die vier
Phasen von Prämenopause bis Postmenopause8:11 Woran man es merkt
und warum Tracking hilft12:13 Warum der Gang zum Arzt oft nicht
reicht18:29 Den Eisprung unterstützen: Progesteron, Walnüsse,
Bergamot21:08 Körpergeruch und andere überraschende
Anzeichen25:21 Aufklärung statt Abwertung26:35 Hormonstatus
checken und Self-Care-Tipp
Self-Care-Tipp der Folge:Schau einmal ehrlich hin, wie es dir
gerade geht, und überleg dir, ob es sich lohnt, deinen
Hormonstatus checken zu lassen. Und wenn du das Gefühl hast, du
kommst gerade nicht zurecht: Hol dir Unterstützung und lass dich
nicht entmutigen. Es gibt sie, auch wenn wir es nicht sind.
Ausblick auf die nächste Folge:Beim nächsten Mal geht es um die
verschiedenen Zyklusphasen und darum, wie man die Ernährung dem
eigenen Zyklus anpassen kann.
Mehr zum Hormontest und zur Hormonauswertung gibt es bei Johanna
unter www.sinnundschimmer.de und auf Instagram unter
@sinnundschimmer.
Teilt diese Folge gerne mit einer Freundin, egal ob sie
mittendrin steckt oder schon durch ist. Und schreibt uns, wie
euch die fachlichere Folge gefallen hat. Wir freuen uns über jede
Nachricht an salzigundsuess@gmail.com.
Bis nächste Woche.
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