Mit Dennis Grewe und Martin Jäger. Dauer: 25:55 Minuten.
Am 8. September 2026 wurden die PISA-2025-Ergebnisse
veröffentlicht. Deutschland verzeichnet die niedrigsten
Kompetenzwerte seit Beginn der Studien vor 25 Jahren, in
Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik gleichzeitig. Rund ein
Drittel der 15-Jährigen in Deutschland verfehlt in Lesen und
Mathe das Mindestniveau, das für einfache Alltagsanforderungen
wie eine E-Mail verstehen oder einen Rabatt ausrechnen nötig
wäre. Der einfache Trost, alle OECD-Länder seien schlechter
geworden, stimmt nur zur Hälfte. Der gesamte OECD-Raum ist
eingebrochen. Aber Deutschland ist zusätzlich steiler gefallen
und hat damit den klaren Vorsprung verspielt, den es nach dem
ersten PISA-Schock im Jahr 2000 bis 2012 aufgebaut hatte. In
Naturwissenschaften liegt Deutschland zum ersten Mal seit 2006
nicht mehr über dem OECD-Durchschnitt. Wir sprechen über die
Zahlenkarte, die Zeitreihe seit dem Jahr 2000, die
UNICEF-Platzierung 34 von 41, die Rolle von Lesekompetenz als
Voraussetzung für den sinnvollen Umgang mit KI, und darüber, was
25 Jahre Diagnosen und ein
20-Milliarden-Euro-Startchancenprogramm bislang tatsächlich
verändert haben. Kein Länder-Ranking-Tourismus, keine einfache
Handy-Erklärung, sondern der Versuch, Leistungsproblem und
Gerechtigkeitsproblem sauber auseinanderzuhalten, oder zu zeigen,
warum es vielleicht dasselbe Problem mit zwei Namen ist.
Kapitelmarken
- 00:00 Historisches Tief und Schock
- 05:00 Was die Zahlen nicht sagen: OECD-Schnitt ist kein
Trost
- 13:00 Herkunft, nicht Migration
- 21:00 Lesen, Handy, KI
- 24:00 Outro
Themen dieser Folge
1. Historisches Tief und Schock
2. Was die Zahlen nicht sagen: OECD-Schnitt ist kein Trost
3. Herkunft, nicht Migration
4. Lesen, Handy, KI
5. Outro
Alle Aussagen sind private Meinungen der Hosts, keine Beratung.
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