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  4. Österreichs Engagement ist ein Vorbild für den europäischen Finanzplatz
90 Prozent. So hoch ist der Anteil aller Kartentransaktionen in
Österreich, die über Visa und Mastercard abgewickelt werden. Zwei
US-amerikanische Konzerne, auf die sich Österreich jeden Tag
verlässt – ohne es zu wissen, ohne es zu hinterfragen. Genau hier
setzt Josef Meichenitsch an.

Der Direktor der Österreichischen Nationalbank ist einer der
Menschen, die gerade daran arbeiten, das zu ändern. Mit dem
digitalen Euro. Und in dieser Folge erklärt er auf eine Art, die
man von einer Zentralbank nicht erwartet: klar, direkt und ohne
Fachchinesisch.

Was viele nicht wissen – und was Josef gleich zu Beginn
klarstellt: Der digitale Euro wird das Bargeld nicht abschaffen.
Im Gegenteil. Mit dem sogenannten Single Currency Package werden
sowohl Bargeld als auch der digitale Euro gesetzlich gestärkt.
Annahmepflicht für beides. Keine Hintertür, keine Entscheidung
über die Köpfe der Bevölkerung hinweg. Wer weiter mit Bargeld
zahlen will, kann das. Wer den digitalen Euro nutzen möchte, soll
das können – kostenlos, überall in der Eurozone, und mit einer
Anonymität, die technisch mit Bargeld vergleichbar ist.

Das Galileo-Beispiel macht deutlich, was auf dem Spiel steht. Vor
20 Jahren gab es eine ähnliche Debatte: Braucht Europa eigene
Satelliten? Viele sagten nein. Heute laufen 27 europäische
Satelliten im Orbit – und auf ihnen funktioniert unsere gesamte
Wirtschaft. Genauso braucht Europa jetzt seine eigene
Zahlungsinfrastruktur. Nicht weil es heute schon ein Problem
gibt. Sondern weil von heute auf morgen abgedreht werden könnte,
was selbstverständlich erscheint.

Besonders überraschend: Die OeNB fährt mit einem
Finanzbildungsbus durch österreichische Volksschulen – und
arbeitet mittlerweile sogar mit Kindergärten. Der Grund ist
einfach: Kinder werden heute mit mehr Werbung konfrontiert als je
zuvor. Das Verständnis, dass nicht alles was man sieht auch
sofort haben muss, kann gar nicht früh genug beginnen.

Und dann ist da noch das Thema Finfluencer. Josef spricht
Klartext. Wer mit Zeitdruck arbeitet, wer anruft ohne dass man
selbst die Initiative gesetzt hat, wer schnelles Geld verspricht
– das sind die Warnsignale. Und sie gelten heute für alle, nicht
nur für finanzunerfahrene Menschen.

Bis 2029 soll der digitale Euro für alle 350 Millionen Menschen
im Euroraum verfügbar sein. 16.000 Transaktionen pro Sekunde,
Server in drei europäischen Ländern, ausschließlich europäische
Unternehmen in der Umsetzung. Der juristische Beschluss soll noch
2026 fallen. Für Josef Meichenitsch ist das keine Aufgabe. Das
ist eine Mission.

Weitere Informationen zur Österreichischen Nationalbank:
www.oenb.at

#MadeInAustria #OeNB #DigitalerEuro #Finanzbildung #Österreich
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„Österreichs Engagement ist ein Vorbild für den europäischen Finanzplatz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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