Süßstoffe, Zero-Getränke und Stoffwechselgesundheit: Was sagt
die Wissenschaft – und was hilft im Alltag wirklich?
In dieser Folge von „Fasten. Medizin. Experten.“
diskutiere ich mit Dr. med. Stefan Kabisch, Ernährungsforscher an
der Charité Universitätsmedizin Berlin, und Astrid Tombek,
Diplom-Ökotrophologin und Diabetesberaterin DDG, über
Zuckerersatzstoffe, Zero-Getränke und die Frage, wie wir
dauerhaft weniger Zucker und weniger Süßes konsumieren können.
Sind Süßstoffe ein sinnvoller Zwischenschritt weg von
zuckerhaltigen Limonaden? Welche Erkenntnisse gibt es zu Gewicht,
Glukosestoffwechsel, Mikrobiom und Leberfett? Und warum ist es
wichtig, zwischen Ergebnissen randomisierter Studien,
Beobachtungsstudien und individuellen Reaktionen zu
unterscheiden?
Wir sprechen bewusst nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien.
Zuckerhaltige Getränke zu reduzieren, ist ein klarer Gewinn.
Zuckerersatzstoffe können für manche Menschen beim Umstieg eine
praktische Hilfe sein. Gleichzeitig zeigen Studien, dass sie
nicht zwangsläufig biologisch neutral sind: Veränderungen des
Mikrobioms und des Stoffwechsels sind möglich, ihre individuelle
Bedeutung und langfristige Relevanz werden jedoch weiterhin
wissenschaftlich untersucht.pubmed.ncbi.nlm.nih+2
Unser gemeinsamer praktischer Nenner: Das langfristige Ziel
sollte nicht „dauerhaft kalorienfrei süß“ sein, sondern eine
geringere Gewöhnung an intensiven Süßgeschmack – mit Wasser,
Mineralwasser und ungesüßtem Tee als selbstverständlichen
Alltagsgetränken. Die WHO rät zudem davon ab, Zuckerersatzstoffe
als langfristige Strategie zur Gewichtskontrolle oder zur
Prävention chronischer Erkrankungen einzusetzen; diese Empfehlung
ist aufgrund der begrenzten Langzeitevidenz ausdrücklich
bedingt.who+2
Darüber sprechen wir:
Zuckerhaltige Getränke reduzieren: Was ist der sinnvollste
erste Schritt?
Was zeigen Studien zu Süßstoffen, Körpergewicht und
Blutzucker?
Mikrobiom und individuelle Reaktionen: Warum ist die Antwort
nicht für alle Menschen gleich?
Leberfett und MASLD: Was können Beobachtungsdaten sagen – und
was nicht?
Zero-Getränke als Übergang: Wann hilfreich, wann langfristige
Gewohnheit?
Wie senken wir die Süßschwelle alltagstauglich?
Welche Verantwortung haben Handel, Schulen, Praxen, Kliniken
und Kantinen?
Welche Rolle können Fasten oder eine bewusste Zuckerpause
beim Neustart der Geschmackspräferenz spielen?
Dieses Gespräch ist keine individuelle medizinische Beratung. Bei
Diabetes, Lebererkrankungen, Essstörungen oder anderen
Erkrankungen sollten Veränderungen der Ernährung individuell mit
ärztlichen oder qualifizierten ernährungsmedizinischen
Fachpersonen besprochen werden.
Weitere Informationen unter www.ambulantesfasten.de
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.