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Jan Karwatzki, Öko-Zentrum NRW: „Efficiency first: Erst den Verbrauch senken, dann die Energieversorgung optimieren.“

Jan Karwatzki, Öko-Zentrum NRW: „Efficiency first: Erst den Verbrauch senken, dann die Energieversorgung optimieren.“

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Gebäude sind für viele Unternehmen vor allem eines: die Hülle für
Produktion, Maschinen und Arbeitsplätze. Dabei steckt gerade im
Gebäudebestand erhebliches Potenzial, Energieverbrauch und Kosten
dauerhaft zu reduzieren. Jan Karwatzki, Geschäftsführer des
Öko-Zentrums NRW, plädiert deshalb für einen strategischen Blick
auf das gesamte Gebäudeportfolio: Verbräuche und Emissionen
erfassen, Einsparpotenziale identifizieren und Maßnahmen nach
Wirkung und Wirtschaftlichkeit priorisieren. Karwatzki ist
Architekt, Energieberater und seit mehr als 20 Jahren beim
Öko-Zentrum NRW tätig. Das rund 50-köpfige Architektur- und
Ingenieurbüro berät bundesweit Unternehmen und Kommunen beim
energieeffizienten und nachhaltigen Bauen und Sanieren und legt
einen besonderen Schwerpunkt auf Nichtwohngebäude. Im Gespräch mit
Moderator Jan Liepold erklärt Karwatzki, warum Unternehmen nicht
mit Einzelmaßnahmen beginnen sollten, sondern mit einem
Portfolio-Screening und einem Sanierungsfahrplan. Nicht jede
energetische Verbesserung verlangt dabei sofort neue Fassaden oder
Fenster: Auch optimierte Betriebsabläufe, Gebäudeautomation,
Energiemonitoring oder eine bessere Steuerung der Wärmeversorgung
können relevante Einsparungen ermöglichen. Selbstlernende Systeme
und intelligente Gebäudesteuerung können laut Karwatzki allein
Einsparungen von rund 10 bis 15 Prozent ermöglichen. Ein weiterer
Schwerpunkt sind die neuen gesetzlichen Anforderungen an
Nichtwohngebäude und die zunehmende Pflicht zur Gebäudeautomation.
Gleichzeitig stehen Unternehmen verschiedene Fördermöglichkeiten
zur Verfügung: von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
bis zur Energieeffizienzförderung für Prozesse und
Querschnittstechnologien. Entscheidend für die
Wirtschaftlichkeitsrechnung ist dabei auch die Unterscheidung
zwischen der eigentlichen energetischen Mehrinvestition und den
sogenannten „Sowieso-Kosten“, die etwa beim ohnehin notwendigen
Austausch einer Heizung entstehen würden. Außerdem sprechen die
beiden darüber, warum ein professionelles Energiemanagement gerade
für größere Verbraucher wirtschaftlich interessant ist, welche
Rolle Energieberater bei Planung, Förderung und Umsetzung spielen
und wie Unternehmen mit gemischten Gebäudeportfolios ihre
Investitionen sinnvoll priorisieren. Eine mögliche Lösung sind auch
zentrale Gebäudenetze oder Contracting-Modelle, bei denen mehrere
Gebäude gemeinsam mit Wärme versorgt werden. Karwatzkis Botschaft
an Unternehmen: Nicht auf die perfekte Gelegenheit warten. Technik
und Bauleistungen dürften nicht günstiger werden, die
Dekarbonisierung des Gebäudebestands wird ohnehin notwendig und
Förderprogramme stehen heute zur Verfügung. Deshalb könnte gerade
jetzt ein guter Zeitpunkt sein, eine belastbare Gebäudestrategie zu
entwickeln und mit den ersten Projekten zu beginnen.
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„Jan Karwatzki, Öko-Zentrum NRW: „Efficiency first: Erst den Verbrauch senken, dann die Energieversorgung optimieren.““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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