Mit dem Auto bin ich eine ziemlich belebte Straße in der Stadt
entlang gezuckelt und hatte Zeit, rechts und links ein bisschen zu
schauen. Und rechts an der Straße pausierte, in einer dafür
vorgesehenen Parkbucht, ein Linienbus. In dem Display oben in der
Mitte blinkte eine Kaffeetasse, was ich wirklich nett fand und
womit auch klar wurde: Ah, der Fahrer hat Kaffeepause! Und genau
darunter war ein deutlicher Aufdruck mit dem Aufruf: „Mitarbeiter
gesucht“ In dem Moment musste ich laut lachen, weil in mir sofort
die Wortspielerei losging: Mitarbeiter hat Pause, also neuer
Mitarbeiter gesucht. Oder: damit dieser Busfahrer Pause machen
kann, wird ein neuer Mitarbeiter gesucht, oder noch besser:
Mitarbeiter gesucht, der mit mir Pause machen kann. Das
zusammenpassen von Wort und Bild ist in der Werbung besonders
wichtig und muss immer gut bedacht werden. Und dass dann dabei so
witzige Kombinationen in meinem Kopf entstehen, ist vielleicht
gewollt oder auch ein ungewolltes Nebenprodukt. Es gibt so
Texte in der Bibel, die kann man drehen und wenden wie man will,
und trotzdem wird nie falsch verstanden, worum es geht. Weil die
Zeilen so klar und eindeutig sind und deshalb kein Kuddelmuddel
zwischen Bildsprache und Textbotschaft entsteht. So ein Text steht
für uns heute im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth und
sagt:„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel reden könnte,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Blech oder eine
lärmende Trommel. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle
Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle
Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber
die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze
Habe verschenken würde und mich aufopfern für jemanden, hätte aber
die Liebe nicht, nützte es mir nichts.“Und dann kommt so könnte man
sagen, der Knaller in der ganzen Zuordnung. Nämlich:„Die Liebe ist
langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt
nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht
nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das
Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern
freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft
alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ Klar,
oder?
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