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  4. Pflugscharen zu Schwertern? | Von Hermann Ploppa
Die radikale Umwandlung unserer Zivilgesellschaft in eine
gigantische Militärmaschine erzeugt unsägliches Leiden der
Bevölkerung und wird auf der ganzen Linie scheitern. Der
antimilitaristische Widerstand nimmt so langsam Fahrt
auf.

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Die Akteure im politischen Raumschiff Berlin heben unverkennbar
ab.

Ihre kriegerische Sprache lässt uns den Atem gefrieren. Die auf
Frieden und Deeskalation geeichte Verfassung scheint so eine Art
Wendejacke zu sein. Wenn die Sonne scheint, tragen wir die
durchlässige Seite. Wenn es stürmt und schneit, drehen wir die
Jacke einfach um. Gestern in Friedenszeiten die tolerante
Demokratie. Heute in Kriegszeiten tragen wir Faschismus und
Intoleranz. Das war im Übrigen immer schon so. Zunächst führten
die Eliten uns als stramme Nazis in den Krieg, den zumindest wir
einfachen Leute auf der ganzen Linie verloren haben. Dieselben
Eliten zogen dann zivile Anzüge an und führten uns durch den
konsumistischen Frieden. Naja, und jetzt geht die Reise eben
wieder anders herum.

Der weltweite Kriegswahn ist ein Krebsgeschwür, das die gesunden
Organe des Zivillebens unter seinem unerbittlichen Wachstum
zerdrückt. In den Medien ist folglich nur noch die Rede von neuen
Waffensystemen, von Kalkulationen über Vernichtungspotential. Von
realen Schlachten wird berichtet wie von einer
Sportveranstaltung. Wer führt gerade? Israel und USA? Oder
vielleicht Russland und der Iran? Im Moment hat der Iran das
Spiel fest in der Hand.

Mal eben ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro –
dort mal eben sechzig Milliarden Euro für Familie Selenski.
Währenddessen werden Mitarbeiter der Kitas gekündigt. Die Kinder
bekommen keinen Sprudel mehr zu trinken. Zu teuer. Trinkwasser
aus der Leitung tut es doch auch, oder?! Kein Scherz. Realität in
Deutschland. Wir müssen ja schließlich sparen. Dieses Mantra wird
Ihnen jeder Kreistagsabgeordnete sofort
herunterbeten, wenn Sie ihn fragen. Nicht nur sparen und kürzen
für das göttliche Wesen, das wir alle verehren, den Investor.
Nein. Wir müssen uns zudem doch auch noch rüsten gegen den bösen
Putin.

Und: die neuen Aufrüstungsvorhaben bringen ja schließlich neue
Arbeitsplätze. Das wird Ihnen doch jeder Gewerkschaftsführer
bestätigen, der was werden will. Da ist zum Beispiel der neu
geschaffene Defence Hub Nordhessen. Hessens Landesvater Boris
Rhein prescht lachend zusammen mit Rheinmetall-Boss Armin
Papperger durch das neue Drohnentestgelände in Kassel-Calden. Ja,
der Defence Hub Nordhessen ist, so schwärmt Landesvater Rhein vor
der Presse, ein wahrer

Sicher hat er sich von der letzten Booster-Impfung noch gar nicht
richtig erholt. Darum wird Hessen, in Person der Steuerzahler
jenes Landes, zu den 280 Millionen Euro Investitionssumme, die
Rheinmetall einspritzt, noch einmal 25 Millionen Euro injizieren.
Auch der Krauss-Maffei-Wegmann-Nachfolger KNDS wird schwere
Ketten- und Radfahrzeuge für das maschinisierte Killen hier in
Nordhessen fabrizieren. Europuls GmbH ist wiederum ein so
genanntes Joint Venture von jenem KNDS zusammen mit der
israelischen Rüstungsschmiede Elbit Systems. Airbus schließlich
will hier Hubschrauber herstellen. Die Atmosphäre unter den
Politikern und Managern ist fiebrig, wenn sie tönen:

„Booster für Investitionen, Innovationen und Wachstum in der
Region" (1).„Kassel Airport soll zur militärischen Drehscheibe
werden“ (2).

...https://apolut.net/pflugscharen-zu-schwertern-von-hermann-ploppa/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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