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Pflegenotstand in Österreich: Warum es nicht den einen Hebel gibt

Pflegenotstand in Österreich: Warum es nicht den einen Hebel gibt

Hörgang vor 21 Stunden
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Pflege am Limit: „Es gibt nicht den einen Hebel“ Bis 2030 fehlen in
Österreich bis zu 100.000 Pflegekräfte – zugleich steigt die Zahl
der über 85-Jährigen um fast die Hälfte. Zwei Kurven, die
auseinanderklaffen wie eine Schere. Über diese Lücke spricht Sabine
Pleschberger, Professorin für Pflegewissenschaft an der MedUni
Wien, im Hörgang. Pleschberger warnt vor Alarmismus, beschönigt
aber nichts: Der Notstand ist längst Alltag. Wer Pflege braucht,
hört heute je nach Wohnort „Wir schicken morgen jemanden“ – oder
„Wir können niemanden schicken.“ Ein Drittel der aktiven Kräfte
geht bis 2030 in Pension und nimmt sein Erfahrungswissen mit.
Menschen frühzeitig zu verlieren, sei ein Alarmsignal: „Da sollten
alle Alarmglocken schrillen.“ Auffällig: 80 Prozent der
Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, rund eine Million
Angehörige leisten diese Arbeit – oft zwischen Beruf und Familie
zerrieben. Pleschbergers Antwort heißt Denken in Netzwerken: Caring
Communities, Community Nursing, der „achtsame Bezirk“. Doch solche
Modelle leben von befristeten Projekten. Es fehle politisches
Commitment für dauerhafte Strukturen. Ihr Befund zum Berufsbild ist
klar: Das Klischee der „Krankenschwester“ als Assistenzberuf hält
sich hartnäckig – und steht der Anerkennung als eigenständige
Gesundheitsprofession im Weg. Ihr Lösungsansatz sind die drei R:
Recruit, Retain, Reform. Menschen gewinnen, sie im System halten,
das System reformieren. Denn den einen Hebel, sagt sie, gibt es
nicht – aber viele, die man klug verknoten muss.
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„Pflegenotstand in Österreich: Warum es nicht den einen Hebel gibt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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