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Der Moment im Bild – Wenn Fotos im Urlaub zur Herausforderung werden.

Der Moment im Bild – Wenn Fotos im Urlaub zur Herausforderung werden.

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Martin entdeckt in Lignano, dass die Angst vor Fotos oft nicht
mit Eitelkeit zu tun hat, sondern mit der Sorge, bewertet und
gesehen zu werden. Die Folge zeigt, wie Selbstmitgefühl, neue
Perspektiven und kleine mutige Schritte helfen können, sich
selbst anzunehmen.

Selbsttest

„Darf ich gesehen werden?“

Ein Selbstcheck zu Fotos, Selbstwert und sozialer
Angst

Bewerte jede Aussage:

0 = Nie

1 = Selten

2 = Manchmal

3 = Häufig

4 = Fast immer

1. Ich fühle mich unwohl, wenn andere Menschen Fotos von
mir machen.

0 1 2 3 4

2. Ich vermeide Gruppenfotos oder stelle mich lieber
hinter die Kamera.

0 1 2 3 4

3. Nach einem Foto konzentriere ich mich mehr auf meine
Fehler als auf den schönen Moment.

0 1 2 3 4

4. Ich vergleiche mein Aussehen häufig mit anderen
Menschen auf Fotos oder in sozialen Medien.

0 1 2 3 4

5. Ich denke oft darüber nach, wie andere mein Aussehen
bewerten könnten.

0 1 2 3 4

6. Ich bearbeite oder kontrolliere Fotos sehr stark,
bevor ich sie anderen zeige.

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7. Ich kann schöne Erinnerungen manchmal nicht genießen,
weil ich mir Sorgen um mein Aussehen mache.

0 1 2 3 4

8. Ich glaube häufig, dass andere Menschen meine
Unsicherheiten stärker wahrnehmen als sie es tatsächlich
tun.

0 1 2 3 4

9. Ich wäre gerne sichtbarer, habe aber Angst vor
Bewertung.

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10. Ich bin mit anderen Menschen freundlicher als mit mir
selbst.

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Auswertung

0–10 Punkte:

Du kannst dich wahrscheinlich gut mit deiner Sichtbarkeit
arrangieren.

Einzelne Unsicherheiten sind normal und menschlich.

11–25 Punkte:

Du kennst vermutlich Momente von Selbstkritik oder
Unsicherheit.

Ein bewussterer und freundlicherer Umgang mit dir selbst kann
hilfreich sein.

26–40 Punkte:

Die Angst vor Bewertung könnte deine Lebensfreude
einschränken.

Es kann sinnvoll sein, Selbstbild, Gedankenmuster und
Vermeidungsverhalten genauer anzuschauen.

Hinweis: 

Dieser Test ersetzt keine psychologische Diagnostik, sondern
dient der Selbstreflexion.

Die Angst vor Fotos oder davor, gesehen zu werden, wird häufig
als Eitelkeit missverstanden. Psychologisch betrachtet geht es
jedoch oft um tiefere Themen:

Angst vor negativer Bewertung 

Unsicherheit bezüglich des eigenen Körpers 

überhöhte Selbstkritik 

soziale Vergleichsprozesse 

das Gefühl, nicht „gut genug“ zu sein 

Menschen mit sozialer Angst erleben häufig eine verstärkte
Selbstaufmerksamkeit. Der Fokus richtet sich nach innen:

„Wie wirke ich?“

 „Was denken andere über mich?“

 „Sehen sie meine Unsicherheit?“

Hilfreiche psychologische Ansätze sind:

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT):

Hilft, automatische negative Gedanken zu überprüfen und
realistischere Bewertungen zu entwickeln.

Exposition:

Durch schrittweise Annäherung an Situationen, die Angst auslösen
(z. B. fotografiert werden), kann das Gehirn neue
Sicherheitserfahrungen lernen.

Selbstmitgefühl:

Unterstützt eine freundlichere innere Haltung und reduziert
destruktive Selbstkritik.

Achtsamkeit:

Hilft, den Moment wahrzunehmen, ohne sich ständig selbst zu
bewerten.

Wenn die Angst vor Sichtbarkeit, Fotos oder Bewertung stark
einschränkend wird und zu Vermeidung führt, kann professionelle
psychologische Unterstützung hilfreich sein.

Literatur

Soziale Angst und Bewertungsangst

Clark, D. M., & Wells, A. (1995).

A cognitive model of social phobia.

In R. G. Heimberg, M. Liebowitz, D. Hope & F. Schneier
(Eds.),

Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment (pp.
69–93).

New York: Guilford Press.

Rapee, R. M., & Heimberg, R. G.
(1997).

A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia.

Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.

Hofmann, S. G., & Otto, M. W. (2008).

Cognitive Behavioral Therapy for Social Anxiety Disorder:
Evidence-Based and Disorder-Specific Treatment Techniques.

New York: Routledge.

Selbstbild, Körperbild und Selbstwert

Cash, T. F. (2004).

Body image: Past, present, and future.

Body Image, 1(1), 1–5.

Cash, T. F., & Smolak, L. (2011).

Body Image: A Handbook of Science, Practice, and
Prevention.

New York: Guilford Press.

Neff, K. D. (2011).

Self-Compassion: Stop Beating Yourself Up and Leave Insecurity
Behind.

New York: William Morrow.

Der Einfluss von Beobachtung und sozialer
Wahrnehmung

Gilovich, T., Medvec, V. H., & Savitsky, K.
(2000).

The spotlight effect in social judgment: An egocentric bias in
estimates of the salience of one's own actions and
appearance.

Journal of Personality and Social Psychology, 78(2), 211–222.

Exposition und Angstverarbeitung

Foa, E. B., & Kozak, M. J. (1986).

Emotional processing of fear: Exposure to corrective
information.

Psychological Bulletin, 99(1), 20–35.

Craske, M. G., Treanor, M., Conway, C. C., Zbozinek, T.,
& Vervliet, B. (2014).

Maximizing exposure therapy: An inhibitory learning
approach.

Behaviour Research and Therapy, 58, 10–23.

Achtsamkeit und Selbstakzeptanz

Kabat-Zinn, J. (1990).

Full Catastrophe Living: Using the Wisdom of Your Body and Mind
to Face Stress, Pain, and Illness.

New York: Delta.

Germer, C. K., & Neff, K. D. (2013).

Self-compassion in clinical practice.

Journal of Clinical Psychology, 69(8), 856–867.

Kernaussage der Folge:

Ein Foto zeigt nicht deinen Wert. Es hält nur einen Moment deines
Lebens fest. Du musst nicht perfekt aussehen, um sichtbar zu
sein.
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„Der Moment im Bild – Wenn Fotos im Urlaub zur Herausforderung werden.“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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