Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“ hilft
dabei, die ständige Selbstbeobachtung in sozialen Situationen zu
unterbrechen. Statt sich zu fragen „Wie wirke ich?“, richtet sich
die Aufmerksamkeit wieder auf das Gegenüber, die Umgebung und den
gegenwärtigen Moment.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst kann eine starke
Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten:
Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig
überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden
überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht
darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu
lenken.
Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen
Ängsten, sondern kann als kleines
Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders
sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und
schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt
wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten
und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.
Literatur
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