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  4. Podcast 328 – F60 oder der liegende Eiffelturm
Liegender Eiffelturm? F60? Abraum-Förderbrücke? Das sind viele
seltsam klingende Begriffe. Hier und jetzt kommt die Aufklärung
im Bergbaumuseum F60.

Vom Braunkohle-Tagebau zur Seenlandschaft

Ich war kürzlich in Brandenburg und habe das Lausitzer
Seenland kennengelernt. Darüber werdet Ihr hier noch
mehr erfahren. Starten sollen die Berichte aber mit der Historie
der sich zur Freizeit- und Urlaubsdestination gemauserten
Landschaft. Sie stand über Jahrzehnte im Zeichen des
Braunkohle-Tagebaus, den es in geringem Umfang auch noch gibt.

Tagebau ist für Umweltaktive sicher ein Reizwort, aber ich finde
man sollte auch hier auf die Geschichte schauen, bevor man Stäbe
bricht. Die DDR war in Sachen Energieversorgung zum größten Teil
auf diese, in der Erde schlummernde, Braunkohle angewiesen. Dass
das umwelttechnisch eine Katastrophe ist, wissen wir. Aber damals
ging es erst einmal ums Heizen und Strom gewinnen.

Die Faszination der F60 502 Meter in der Breite – die “F60” –
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wichtig ist vielleicht auch zu erwähnen, dass dieser Tagebau mit
Maschinen ausgeführt wurde, die heute noch Ingenieure wie Laien
in fasziniertes Staunen versetzen. Wie die F60, die ich erkunden
durfte. Dies geschah im „Bergbaumuseum F60“ in
Lichterfeld-Schacksdorf im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis.

Die „F60“ ist eine Braunkohle-Abraum-Förderbrücke die fasziniert
und für deren Erkundung man etwas Zeit mitbringen muss. Immerhin
ist sie 502 Meter lang, 204 Meter breit, rund 80 Meter hoch und
11.000 Tonnen schwer.

Technischer Gigant von oben – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD Die “Brückentour” Guide Konrad Lehmann zum
Start der Tour – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Guide Konrad Lehmann war mit uns, als kleiner Journalistengruppe,
fast zwei Stunden unterwegs. Wir haben das technische Wunderwerk
von unten gesehen, sowie den Antrieb, die Fahrspur auf Schienen
und Vieles mehr.

Breit unterwegs: Der “F60”-Fahrweg – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Dann wurde die Abraum-Förderbrücke erklommen, von links unten bis
ganz rechts oben. Auf dem Weg gibt es die ehemaligen, riesigen
Förderbänder zu sehen (dort, wo sie noch installiert sind).

Weg nach oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD

Ganz oben wartet ein traumhafter Blick auf den ehemaligen
Tagebau, der im Lauf der Jahre zum Bergheider See mutierte.
Erfahrt Alles über die Technik und die Arbeitsweise der “F60” im
Podcast.

Der Weg nach ganz oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD Der Blick in die Zukunft

Eine klasse Aussicht gibt’s da oben und ganz schön viel Wind. Das
wird man, trotz aller Vorkehrungen auch im Podcast hören.

Erneuerbare Energien rund um die “F60”: Solarpark und Windräder
– Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Übersicht gibt gewissermaßen auch den Blick auf die
Energiezukunft frei. Zwischen „F60“ und dem See gibt es ein
großes Feld mit Solarzellen. Auf einer Seite des erhöhten
Seeufers stehen mindestens ein Dutzend Windräder. Rein optisch,
treffen hier Vergangenheit und Zukunft der erneuerbaren Energie
aufeinander.

Die Organisatoren des Bergbaumuseums sind auch in Sachen
erneuerbare Energie engagiert. Am See steht mit der „Aquaforum“
ein solarbetriebenes Konferenzboot zur Verfügung.

Der liegende Eiffelturm

Der Spaß mit dem liegenden Eiffelturm beweist, dass der
Eiffelturm gemessen an Maßen und Gewicht, mit der „F60“ nicht
mithalten kann.

Er wiegt rund 7.500 Tonnen, die „F60“ 11.000. Der Eiffelturm ist
(mit Antenne) 324 Meter hoch, auch wenn man ihn umlegt ist die
„F60“ mit 502 Metern länger. Der Eiffelturm hat eine Basisbreite
von 125 Metern, die „F60“ misst in der Breite 204 Meter. Wie auch
immer, man die Maße dreht und wendet. Der Eiffelturm zieht immer
den Kürzeren. In der Konstruktionsweise sind sie sich zudem sehr
ähnlich.

Da kommt Eiffel nicht mit: Die “F60” und der Bergheider See –
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Öffnungszeiten des
Bergbaumuseums

Das Bergbaumuseum F60 ist ganzjährig geöffnet. Zwischen März und
Oktober, täglich außer Montag zwischen10 und 18.00 Uhr, im Winter
Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr.

Der Besuch lohnt. Der Lerneffekt ist groß und das Staunen
unbezahlbar.

Alte (damals neue) Technik im Leitstand der “F60” – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Im Leitstand mit Konrad
Lehmann – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Infos
& Links

Bergbaumuseum F60

Industriekultur Brandenburg

Lausitzer Seenland

Reiseland Brandenburg

Hinweis

Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von
Reiseland Brandenburg und seinen Partnern vor Ort. Meine Meinung
wurde nicht beeinflusst!

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILDThe post
Podcast 328 – F60 oder der liegende Eiffelturm first appeared on
Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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