In unserer letzten Folge haben wir darüber gesprochen, dass
Spiritualität kein Ponyhof ist.
Heute möchte ich genau da weitermachen: Was passiert, wenn wir
aus der Vorstellung von Spiritualität herauskommen und unseren
geistigen Weg wirklich ins Leben bringen? Wie sieht es in der
Praxis aus?
Denn oft sehen wir Spiritualität wie ein Zusatzprogramm in der
Waschmaschine: Wir meditieren, wenn Zeit ist, besuchen ein
Retreat, wenn es gerade passt, und beschäftigen uns mit unseren
Themen, wenn wir dafür Raum geschaffen haben. Wir kratzen an der
Oberfläche.
Doch unsere Themen halten sich nicht an unseren Kalender.
Sie tauchen auf – mitten im Alltag, im Streit, in einer
Begegnung, in einer Entscheidung oder in einem Gefühl, das wir
gerade nicht zulassen wollen.
Und genau da beginnt der Praxistest.
Woran erkenne ich, dass ich Spiritualität nur dann lebe, wenn sie
in meinen Alltag passt?
Und was passiert, wenn ein Thema genau dann auftaucht, wenn ich
es überhaupt nicht gebrauchen kann?
Hier geht es darum mal zu schauen, wie schaffe ich es aus der
geprägten und dramatischen Reaktion, in ein Anschauen. Was kann
ich wahrnehmen: Was fühle ich? Was passiert gerade in
mir? Was möchte gesehen werden?
Denn ein vollständiger geistiger Weg bedeutet für mich nicht die
Suche nach einem Ziel, das mein Ego in Erfolgszwang bringt. Es
geht immer darum, meine Perspektiven zu öffnen und das Höhere
zuzulassen mit meinem Denken, Fühlen und
Handeln.
Nicht alles lässt sich über Struktur lösen und schon gar nicht
über Vorstellungen und Kontrolle. Es braucht weniger Plan und
mehr Herz, Wahrnehmung und Intuition.
Und deshalb dürfen wir uns auch fragen:
Wo versuche ich noch, meinen geistigen Weg zu
kontrollieren, anstatt mich auf das einzulassen, was mir das
Leben gerade zeigt?
Vielleicht wünschen wir uns Entwicklung --> aber bitte ohne
Krise. Erkenntnis --> aber bitte ohne unangenehme Erfahrung.
Doch geistige Evolution lässt sich nicht planen und schon gar
nicht steuern.
Die entscheidende Frage ist deshalb:
Welchen Schritt kann ich jetzt gehen, solange mir noch
ein Raum für freie Wahl bleibt?
Wichtig ist, dass du die freie Wahl immer hast, unabhängig in
welcher Situation du gerade bist. Manchmal fühlt sie sich nur
nicht so an. Aus meiner Erfahrung ist es häufig so, dass wir erst
in Bewegung kommen, wenn etwas gravierendes passiert und wir erst
einen Raum freischaufeln müssen, um Platz für unsere Entwicklung
zu haben. Daher meine Bitte an dich und uns alle:
Geh los, solange noch ein Raum da ist, den du selbst
füllen kannst.
Wenn du deine Verbindung zu deinem Innersten vertiefen und dir
einen Raum für bewusste Erfahrung schaffen möchtest:
Brittas Meditationskurs „Let's Meditate“
https://britta-kunst.app.mentortools.com/lets-meditate
️ YouTube-Kanal
https://www.youtube.com/@brittakunst
Unsere letzte Folge
„Spiritualität ist kein Ponyhof.“ Warum dein geistiger
Weg mehr ist, als Retreats und Räucherstäbchen
https://www.britta-kunst.de/podcast/episode/32de00da/spiritualitat-ist-kein-ponyhof-warum-dein-geistiger-weg-mehr-ist-als-retreats-und-raucherstabchen
Viel Freude beim Lauschen und beim Erleben deines ganz
persönlichen, grenzenlosen spirituellen Ponyhofs.
Britta
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