Zehnkämpfer, Unternehmer, Ehrenamtler – und einer, der
den deutschen Sport verändern will: Andreas Bechmann spricht über
Verletzungen, Olympia, den Kampf um 8.000 Punkte und seine Vision
für die Sportstadt Frankfurt.
Andreas Bechmann ist vieles gleichzeitig: erfolgreicher
Zehnkämpfer, ehemaliger U23-Europameister, Unternehmer und
engagierter Sportfunktionär. In der neuen Ausgabe
der Sportstunde mit Oliver
Dütschke geht es deshalb nicht nur um die zehn
Disziplinen des Zehnkampfs, sondern um die vielen Facetten eines
Lebens, in dem Sport und Unternehmertum längst eng miteinander
verbunden sind. Bechtmann spricht über die Europameisterschaft in
Birmingham, seine Sicht auf Leo Neugebauer und Niklas Kaul und
darüber, was den Zehnkampf so einzigartig macht.
Besonders persönlich wird es beim Thema Verletzungen. Bechmann
erzählt von seinem Achillessehnenriss, der ihn weit zurückwarf,
der langen und mental schwierigen Reha und davon, wie ihm sein
Unternehmertum geholfen hat, diese Zeit zu überstehen. Die
Verletzung habe ihn verändert: weniger verbissen, geduldiger und
mit einem anderen Blick auf Erfolg. Für ihn zählt heute nicht
mehr ausschließlich das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin.
Natürlich geht es auch um die sportlichen Ziele. Bechmann will
wieder angreifen und glaubt weiterhin an sein Potenzial. Eine
konkrete Punktzahl möchte er dabei gar nicht an die Wand hängen.
Statt Manifestieren setzt er auf Arbeit: trainieren, Dinge
umsetzen und am Ende sehen, was daraus entsteht. Sein größter
Antrieb ist dabei die Angst vor dem Gedanken, später einmal sagen
zu müssen: „Was wäre gewesen, wenn ich es doch
versucht hätte?“
Im zweiten großen Teil der Folge wird Andreas Bechmann zum
Sport-Unternehmer und Sportfunktionär. Mit
der Frankfurter Sportagentur will er
Sportevents entwickeln, den Sport in Frankfurt und der
Rhein-Main-Region stärken und dabei unternehmerisches Denken mit
gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Dabei geht es um den
Frankfurt-Marathon, neue Lauf- und Community-Events,
3x3-Basketball, Trendsportarten und die Frage, wie Sport dorthin
gebracht werden kann, wo die Menschen sind.
Und Bechmann wird politisch: Er fordert mehr Mut von Politik und
Verwaltung, bessere Bedingungen für Vereine und eine stärkere
Konzentration der Sportförderung auf diejenigen, die tatsächlich
auf dem Platz stehen. Für ihn ist Sport weit mehr als Leistung
und Wettbewerb – Sport sei ein wichtiger gesellschaftlicher
Faktor und könne Integration, Gemeinschaft und Teilhabe schaffen.
Auch die mögliche deutsche Olympia-Bewerbung wird ausführlich
diskutiert.
Eine Sportstunde mit vielen Themen, klaren Meinungen
und einem Gast, der den Sport aus drei Perspektiven kennt: als
Athlet, als Unternehmer und als Funktionär.
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