In manchen Regionen Spaniens – dort, wo schon die Römer ihr
Getreide angebaut haben – ist der Ackerboden heute einfach weg.
Nicht erschöpft, nicht unfruchtbar, einfach weg. Für die meisten
von uns unvorstellbar, für ganze Landstriche und ihre Bevölkerung
eine Katastrophe. Wir alle sind von der Landwirtschaft abhängig, da
ist der Gedanke, dass Äcker verschwinden können, beunruhigend. Und
dann gibt es diese These, dass wir nur noch 60 Ernten haben und der
Boden dann aufgebraucht ist. Aber was heißt eigentlich
aufgebraucht? Wie funktioniert der Boden? In dieser Episode geht es
um das Thema Bodenerosion, darum, wie Boden aufgebaut ist, was ihn
zusammenhält und was alles passieren muss, damit er verschwindet.
Es geht um den Superkleber Humus, der die gesamte obere
Bodenschicht zusammenhält, und es geht um die Folgen, wenn der
Humusaufbau in der Landwirtschaft nicht mitgedacht wird, wenn
Nährstoffe nur noch über Dünger zugefügt werden und gleichzeitig
schützende Hecken und Wäldchen durch die Flurbereinigung
verschwinden.
Protagonisten:
Prof. Ingrid Kögel-Knabner, Bodenwissenschaftlerin
(emeritiert) – Lehrstuhl für Bodenkunde an der TU München
Unser Podcast-Tipp aus der ARD Sounds
App:
"63 Hektar" – der Landwirtschaftspodcast von NDR
Niedersachsen
Ihr wollt tiefer ins Thema eintauchen?:
MDR WISSEN: "Bessere Böden: Neues digitales Werkzeug hilft
Landwirten auf dem Feld"
ARD Mediathek: "Die Bodenretter – Ackern mit Zukunft"
Campus Talks: "Nanokosmos Boden – Wozu brauchen wir den
Dreck?"
Leschs Kosmos: "Die Erde, die unsere Welt rettet – Landwirtschaft
neu denken"
Redaktion und Host: Maike zum Hoff /
Abnehmender Redakteur: Karsten Möbius /
Produktion: Thomas Jähn
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