Laut ihrem Regierungsprogramm will die AfD postkoloniale Ansätze
aus den Universitäten Sachsen-Anhalts „zurückdrängen“. Denn beim
Postkolonialismus handle es sich um „ein Programm zur Zerstörung
der Europäischen Identität“. Über den Postkolonialismus als
rechtsextremes Feindbild in Geschichte und Gegenwart spricht
Niklas Weber mit Robert Heinze. Die Aufzeichnung fand im Juli
2026 statt.
Zu den Personen
Robert Heinze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Paris,
Abteilung Afrika.
Niklas Weber ist wissenschaftlicher Volontär am ZZF Potsdam.
Weiterführendes
Jens Balzer, Rettet den Postkolonialismus, in: Die Zeit 21,
11.5.2024.
Sebastian Conrad, Postkoloniale Theorie und Antisemitismus, in:
Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 916
(September 2025).
Anne Hähnig u.a., Der Tag danach, in: Die Zeit 30, 19. Juli 2026.
Robert Heinze, Der neue Kolonialrevisionismus der AfD, in:
rosalux.de, 28. September 2021.
Berit Kö, „Schuldstolz für ganz Europa“. Die rechte
Doppelstrategie gegen postkoloniale Forschungen, in: Geschichte
statt Mythen, 7. Juli 2026.
Ab 16.10.2026 im DHM: Umstrittene Verwandtschaft. Koloniale und
nationalsozialistische Gewalt
Erwähnte Quellen
Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt [2026],
https://afd-regierungsprogramm.de/.
Die deutsche Kolonialzeit kulturpolitisch differenziert
aufarbeiten. Antrag Fraktion der AfD, BT-Drucksache 19/15784, 11.
Dezember 2019.
Kolonialismus und Sklaverei: „Das ist glatte Fake News!“ – Egon
Flaig im Gespräch, in: Apollo News, 15. Februar 2026.
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. (Hg.), Angriff auf den Westen.
Beiträge und Positionen zum Postkolonialismus in Wissenschaft,
Politik und Gesellschaft, 2025.
Erratum
Anm. von R. Heinze: Im letzten Drittel des Podcast (~ 00:30)
bemerke ich in einem Nebensatz, die Vorstellung eines "roman
national" werde in Deutschland oft mit dem Historismus
assoziiert. Natürlich ist die Romantik gemeint, gegen die sich
der Historismus teils stellte.
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