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  4. Mit Hass und Hetze kann man kein Land regieren
Ich bin unruhig und nervös und ein bisschen ängstlich und
verwundert und will trotzdem nicht hoffnungslos sein. Am Sonntag
ist die Wahl in Sachsen-Anhalt und viele Menschen sind besorgt,
dass eine undemokratische Partei scheinbar so viele Menschen
überzeugt, dass sie eine gute Wahl wäre. Ich bin aus Thüringen und
bekomme auch mit, wie schwierig es ist, zwischen dem lauten Gebrüll
der wenigen und deren fremdenfeindlichen Gebaren all die vielen zu
sehen und zu hören, die nicht so sind und die sich kümmern um eine
freie und vielfältige Gesellschaft. Alles Für und Wider ist in
den letzten Monaten hinlänglich besprochen und von allen Seiten
angeschaut worden und ich war zwischendurch immer wieder entsetzt,
wie, was, wer ganz ungestraft herumbrüllen kann und wie viele
Menschen dann johlen und klatschen und gar nicht zu merken
scheinen, welchen gefährlichen Leuten sie da auf den Leim gehen.
Aber mit Hass und Hetze und populistischen Parolen kann man kein
Land regieren. Und so mag ich bei aller Sorge in diesen Tagen
vor dieser Wahl ein Gebet mit dir beten, das schon mehr als 110
Jahre alt und aktueller denn je ist: Herr, mach mich zu einem
Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst; dass ich
verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass
ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; dass ich Glauben bringe, wo
Zweifel droht; dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass
ich Licht entzündete, wo Finsternis regiert; dass ich Freude
bringe, wo der Kummer wohnt. Herr, lass mich trachten nicht
nur, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht nur,
dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehen; nicht nur,
dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer sich
hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer
verzeiht, dem wird verziehen; und wer stirbt, der erwacht zum
ewigen Leben.
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„Mit Hass und Hetze kann man kein Land regieren“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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