Es gibt ein Thema, das viele Menschen tief bewegt und
gleichzeitig mit unzähligen Mythen behaftet ist. Sobald das Wort
Hochbegabung fällt, entstehen Bilder von Wunderkindern,
Schachgenies oder Nobelpreisträgern. Und genau diese Klischees
führen dazu, dass so viele Menschen jahrzehntelang nicht
erkennen, was mit ihnen eigentlich los ist.
In dieser Folge räume ich mit diesen Mythen auf. Ich habe im
letzten Jahr rund 40 bis 50 Prozent hochsensible Hochbegabte im
Coaching gehabt, nebst den hochsensiblen Scannerpersönlichkeiten.
Und eines vorweg: Scannerpersönlichkeit ist eine Teilform der
Hochbegabung. Offiziell gilt man ab einem IQ von etwa 130 als
hochbegabt, das betrifft ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung.
Aber ein hoher IQ allein sagt noch nichts darüber aus, wie jemand
lebt, arbeitet oder sich fühlt. Intelligenz ist Potenzial, keine
Garantie für Erfolg oder Zufriedenheit.
Warum wird Hochbegabung so oft übersehen? Weil viele glauben,
Hochbegabte seien automatisch die Klassenbesten. Dabei langweilen
sich gerade Kinder im Unterricht, träumen vor sich hin oder
verstecken ihre Fähigkeiten bewusst, um nicht aufzufallen.
Besonders Mädchen und Frauen lernen früh, ihre Begabungen sozial
anzupassen. Das Ergebnis: Niemand vermutet eine Hochbegabung, die
Betroffenen selbst am allerwenigsten. Fast alle spät
diagnostizierten Hochbegabten berichten vom selben Gefühl. Ich
war immer irgendwie anders. Ich fühlte mich falsch. Ich war das
schwarze Schaf.
Spätestens im Beruf wird dieses Anderssein zum Thema. Wer
dauerhaft geistig unterfordert ist, bekommt Probleme. Denn
chronische Unterforderung macht krank, ähnlich wie chronische
Überforderung. Über Burnout wird viel gesprochen, über Boreout
deutlich weniger. Dabei fühlt sich die innere Leere, die
Antriebslosigkeit und die Gereiztheit für Betroffene genauso
belastend an. Nicht, weil man zu wenig arbeitet, sondern weil man
zu wenig denken kann.
Wir schauen uns an, warum hochbegabte Menschen so häufig anecken,
obwohl selten etwas Böses dahintersteckt. Warum sie trotz
Professur, Promotion oder Führungsposition bei mir im Coaching
sitzen und sagen: Bettina, ich kann nichts. Warum die Suche nach
Sinn ihr ständiger Begleiter ist. Und warum gerade die
Selbstständigkeit für viele die Spielwiese ist, auf der sie sich
endlich zum Ausdruck bringen können, trotz oder gerade wegen
ihres ausgeprägten Sicherheitsbedürfnisses.
Am Ende geht es um den wichtigsten Schritt: das
Selbstverständnis. Erkennen, verstehen, integrieren. Denn dein
Erfolg beginnt da, wo du aufhörst, gegen deine Persönlichkeit zu
arbeiten. Hochbegabung ist keine Überlegenheit und auch kein
Garant für Erfolg. Aber sie kann ein fehlendes Puzzleteil sein,
das dir hilft, deinen Lebensweg besser zu verstehen und bewusster
zu gestalten.
Reinhören lohnt sich!
Fragst du dich, ob du hochsensibel, Scannerpersönlichkeit oder
vielleicht sogar hochbegabt bist? Dann unterstütze ich dich gerne
dabei, das zu erkennen und für dich und dein Business nutzbar zu
machen.
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Gemeinsam schauen wir nach deinen Möglichkeiten.
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sich vielleicht schon lange fragt, warum er sich trotz aller
Fähigkeiten nie ganz am richtigen Platz fühlt. Thanks
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