KI macht die Content-Produktion schneller. Aber macht
sieB2B-Marketing auch besser?
Viele Unternehmen produzieren heute mehr
LinkedIn-Posts,Whitepaper, E-Books und Kampagnentexte als je
zuvor. Trotzdem sinkt die Aufmerksamkeit. Texte wirken korrekt,
glatt und professionell, bleiben aber oft völlig austauschbar.
Nach zwei Sätzen ist klar: Das hat eine KI geschrieben und
niemand hat sich mehr die Mühe gemacht, eine echte Meinung
hinzuzufügen.
Florian Marte nennt dieses Phänomen„AI Didn’t Read“. Gemeint ist
der Moment, in dem Leser KI-generierten Content erkennen und
sofort aussteigen.
In dieser Folge von„COHEMi – einfach mal machen“ spricht Host
Florian Wachter mit dem erfahrenen B2B-Marketer Florian Marte
darüber, warum KI-Content allein keine Leads generiert und
weshalb Unternehmen gerade jetzt stärker in Branding, Thought
Leadership und echte Expertise investieren müssen.
Dabei geht es nicht um ein pauschales KI-Bashing. Florian Marte
nutzt künstliche Intelligenz selbst täglich, etwa für Recherchen,
den ersten Entwurf eines Whitepapers, die Entwicklung von
Zielgruppen oder als kritischen „Devil’s Advocate“. Entscheidend
ist jedoch, was danach passiert: Wird der Entwurf ungeprüft
veröffentlicht oder mit Branchenwissen, konkreten
Kundensituationen, klaren Benefits und einer eigenen Meinung
weiterentwickelt?
Die beiden sprechen außerdem darüber, warum
vermeintlichePersonalisierung noch immer bei „Hallo {{Vorname}}“
endet, weshalb ICPs häufig präziser sind als generische Personas
und wieso Feature-Kommunikation im B2B-Marketing nicht ausreicht.
Denn Entscheider suchen keine längere Funktionsliste. Sie wollen
wissen, welches konkrete Problem gelöst wird, welches Risiko
sinkt und welchen Unterschied die Lösung in ihrem Arbeitsalltag
macht.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage: Wie
entstehtVertrauen, wenn Unternehmen von KI-generischen
Botschaften überflutet werden?
Die Antwort liegt nicht in der hundertsten Behauptung,
Marktführer oder „Trusted Partner“ zu sein. Vertrauen entsteht
durch Referenzstorys, Case Studies, Kundenstimmen, sichtbare
Experten und konsistente Kommunikation über Website, LinkedIn,
Podcast, Video, Events und Messen.
Diese Episode zeigt, wie Unternehmen KI produktiv einsetzen
können, ohne ihre Marke in der Content-Flut zu versenken. Und
warum Thought Leadership nicht bedeutet, besonders laut zu
posten, sondern Expertise an konkreten Erfahrungen zu beweisen.
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