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  3. Yogisch By Nature mit Christine Raab Podcast
  4. 180: Stress ist nicht nur schlecht für dich
In der Podcast Folge 180 geht es um Stress und warum dieser
nicht nur schlecht für dich ist. Du verstehst nach dieser Folge
welchen Sinn und Zweck Stress hat, wie dieser dir hilft und was
das Nervensystem und unser Reptilienhirn damit zu tun hat. Und
natürlich bekommst du von mir wieder ganz praktische Tipps zum
direkt mitmachen.

Viel Freude mit dieser Podcast Folge.

Shownotes:

Chapter One

Meditation für den Morgen

Abendmeditation

Moksha Club

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Vielen Dank und bis zum nächsten Mal,

Christine

Transkript erstellt mit KI:

Hallihallo und ganz herzlich willkommen beim Yogisch by Nature
Podcast, dem Podcast rund um undogmatisches Yoga, bodenständige
Spiritualität und ganzheitliche Gesundheit. Ich bin dein Host
Christine Raab und ich freue mich sehr, dass du da bist, und
wünsche dir ganz viel Freude mit der heutigen Podcastfolge.
Willkommen bei einer neuen Folge im Yogisch by Nature Podcast mit
mir Christine Raab, und heute ist tatsächlich schon Folge 180,
wenn ich mich nicht erzählt habe. Und falls du jetzt denkst,
what, 180? Ich habe doch gerade mal 2, 3 Folgen gehört, dann sage
ich dir gerne, dass ich diesen Podcast 2017 gestartet habe, als
ich damals im 2. Jahr meiner Yoga-Ausbildung war und irgendwie
dachte, ja, wenn ich mein ganzes Wissen, was ich lerne, dann
immer schön zusammenfasse und mit anderen teile, dann lerne ich
besser. Und tatsächlich funktioniert es für mich auch gut.
Allerdings habe ich in den letzten Jahren nicht mehr ganz so
konsequent Folgen veröffentlicht wie am Anfang. Ich glaube, am
Anfang war das wirklich jede Woche oder so, immer auch mit
entsprechendem Blogpost dazu auf meiner Webseite auf
christinerab.de. Also schau da gerne mal rein, wenn du magst. Was
einfach dran liegt, dass ich ja krankheitsbedingt das nicht mehr
so geschafft habe, ne. Und wenn du jetzt denkst, was meint die
jetzt mit krankheitsbedingt, dann sage ich dir gern, dass ich
Yogalehrerin bin, aber ich bin auch metastasierte Krebspatientin,
bin Brustkrebspatientin seit 2014 und seit 2022 metastasiert. Und
ja, das sind eben Dinge, da wird es Leben so ein bisschen
durcheinandergeworfen, und da passt es dann nicht mehr immer,
dass man jede Woche eine Podcastfolge aufnimmt. Aber jetzt
aktuell sind wir ja im August 2026, und ich bin gerade wieder
sehr motiviert und ja, schaffe es auch energetisch, hier wieder
mehr aufzunehmen, und hoffe, es bleibt auch so. Und heute passt
die Folge sehr gut dazu, denn heute soll es um das Thema Stress
gehen. Und das ist genau das, was ich mir dann in den Jahren auch
immer mal gemacht habe, hier zum Beispiel mit dem Podcast, indem
ich mich gestresst habe und dachte, ich muss doch aufnehmen, mir
diesen Druck gemacht habe. Aber letztendlich ist Stress nichts
Schlechtes, sage ich jetzt erstmal so, denn Stress ist eigentlich
immer ein Zeichen von unserem Körper, genau wie Schmerz. Schmerz
ist natürlich nichts, was man möchte, und Stress eigentlich auch
nicht, aber beides sind eben Anzeichen von unserem Körper, dass
irgendwas gerade nicht so ganz rund läuft. Und Stress ist
tatsächlich dann oft auch ein Anzeichen dafür, dass eben gerade
irgendwas ja nicht ganz optimal ist, ne. Aber inzwischen ist
Stress, finde ich zumindest, schon so selbstverständlich geworden
für uns alle, dass wir gar nicht mehr drüber nachdenken, was
eigentlich hinten dran steht, sondern wir einfach so ganz normal
in unserem Alltag das ja als normal empfinden, wenn wir gestresst
sind. Wenn jemand sagt, ich habe gerade super viel Stress, ich
bin gerade super gestresst, das ist gerade alles so stressig. Das
sind irgendwie so Sachen, die uns normal erscheinen, obwohl das
gar nicht so ist. Und deswegen darf heute zu dem Thema Stress
sich auch das Thema Nervensystem gesellen. Und davon hast du
vielleicht jetzt auf jeden Fall schon mal gehört, denn ich finde,
das Thema Nervensystem ist in den letzten Wochen, Monaten in
aller Munde. Überall wird über Nervensystemregulation gesprochen
und das Wort ist schon so ein bisschen, naja, ausgelutscht, will
ich mal sagen. Aber eigentlich schade, denn es ist etwas, was
sehr wichtig ist und wo auch ein schöner Bogen zu Yoga gespannt
werden darf. Letztendlich geht es hier darum, den Stress auch ein
Stück weit zu verstehen. Nicht jetzt mit ganz kompliziert
wissenschaftlich, ansetzen, sondern ich versuche es dir ja so,
wie ich es ja eigentlich immer versuche, möglichst einfach und
gut verständlich zu erklären. Was passiert eigentlich, wenn wir
Stress haben? Warum reagiert unser Körper dann auch so heftig?
Und vor allem eben auch, warum unser Körper dann gar nicht unser
Gegner ist. Denn der Körper versucht nicht, dich zu sabotieren,
der versucht nicht irgendwie gegen dich zu sein. Du bist
vielleicht müde, du bist erschöpft, aber du merkst, du kannst gar
nicht abschalten. Du bist innerlich aufgedreht, du möchtest
eigentlich schlafen, bist auch müde, aber irgendwie geht es
nicht, weil einfach der Kopf immer weiterläuft. Das ist, glaube
ich, etwas, was ganz viele kennen. Und so ist es ja mit vielen
Krankheiten grundsätzlich. Jetzt vielleicht von einer
Krebserkrankung oder so mal auch abgesehen, aber solche
Erkältungen oder auch manchmal Kopfschmerzen, das sind ja Sachen,
die kommen uns oft sehr ungelegen. Kann ich auch selber nur so
bestätigen, ja. Weil wir irgendwie immer doch gerade was
vorhaben. Also eigentlich kommt es ja immer uns überhaupt gar
nicht gelegen, dass jetzt etwas dazwischenkommt und deswegen
irgendwas nicht geht. Du hast vielleicht auch immer die Schultern
hochgezogen. Kannst jetzt gerade in dem Moment, wenn du den
Podcast hörst, für dich mal reinspüren: Wie sind gerade die
Schultern? Wie ist gerade dein Kiefer? Sind die Zähne
aufeinandergepresst? Bist du sehr angespannt? Hast du vielleicht
sogar zwischendurch mal gedanklich hier abgeschaltet und wieder
über irgendwas anderes nachgedacht? Also all das sind Dinge, Ja,
wo unser Körper uns einfach immer mal wieder zeigt, dass eben
eine gewisse Grundanspannung da ist und dass wir ein bisschen
mehr Stressregulation brauchen. Was passiert bei Stress?
Vielleicht hast du schon mal was von diesem
Fight-Flight-or-Freeze-Prinzip gehört, das ja so, ja, wirklich
uns noch von unseren Grundanlagen als Menschen begleitet, dass in
einer herausfordernden Situation oder wenn etwas passiert, das
uns quasi alarmiert, also irgendetwas passiert, wo wir denken,
oh, Achtung, Obacht, ja, jetzt ist hier irgendwie Gefahr in
Verzug sozusagen. Früher vom Säbelzahntiger, ist immer das
Paradebeispiel. In der heutigen Zeit ist es nicht mehr der
Säbelzahntiger, der um die Ecke kommt, sondern es ist der
Terminkalender, der voll ist. Es ist eine schlechte Nachricht,
die kam. Es ist vielleicht Social Media, wo wir die ganze Zeit
durchscrollen und da auch mit den ganzen schlechten Nachrichten
zugeballert werden. Es sind Sorgen, die wir uns machen um uns
selbst, um Familie, um Freunde, Schmerzen, Krankheiten. Also
alles Mögliche ist heute unsere Stressursache und führt dann oft
zu diesem Fight, Flight or Freeze-Prinzip. Und das meint so viel
wie: Fight ist der Kampf. Also wir werden aktiv und wir tun
etwas. Bei dem Säbelzahntiger können wir uns entscheiden,
entweder dann auf den Tiger loszugehen oder dagegen anzukämpfen.
Flight ist dann das Fliehen. Wir können versuchen wegzurennen.
Oder Freeze heißt, wir sind wie erstarrt. Ja, wir sind komplett
unfähig, noch irgendwie zu handeln. Und das ist etwas, was
tatsächlich auch so in unseren, ja, ich sag mal, unseren
Ursprüngen irgendwie noch in uns angelegt ist. Und was eben oft
dazu führt, dass wir in der heutigen Zeit in diesen
Stressmomenten, dann wenn eben wir komplett überladen sind, so
reagieren, dass eben eins von diesen Dingen passiert. Ja, dass
wir versuchen, eben anzukämpfen und immer weiterzumachen und das
einfach zu übergehen. Dass wir komplett erstarren und gar nichts
mehr machen können. Oder dass wir versuchen, uns irgendwie
komplett aus dieser Situation herauszuziehen. Und was in unserem
Inneren passiert, ist, dass dann der Körper reagiert über unser
autonomes Nervensystem. Das ist eben ein Teil vom Nervensystem,
das viele Prozesse steuert, ohne dass wir die jetzt ganz bewusst
ja, steuern müssen. Sowas wie der Herzschlag oder die Atmung oder
die Verdauung, das sind Sachen, die passieren ganz von alleine.
Da können wir selber von außen erstmal nur bedingt einen Einfluss
drauf nehmen. Bei manchen Sachen in einem ganz kleinen Rahmen
natürlich schon, wie bei der Atmung oder auch bei der Verdauung.
Da können wir schon so ein bisschen von außen auch einen Einfluss
drauf nehmen, aber erstmal funktioniert das ganz von alleine. Wir
können nicht sozusagen per Knopfdruck unsere Verdauung
ausschalten oder unseren Atem anhalten oder sowas. Ja, das geht
einfach nicht. Und das ist ziemlich praktisch und auch ziemlich
notwendig, ne? Sonst wäre es ja schlecht, wenn wir das auch noch
mit regeln müssten, ne? Und das hat etwas eben mit unserem
Nervensystem zu tun. Unser ganzer Körper ist ja super vielfältig
mit vielen kleinen Bausteinen, die ich natürlich jetzt hier nicht
alle so erkläre. Es ist ja auch kein Anatomie-Podcast oder so,
sondern ich möchte ja dann auch gerne den Bogen zum Yoga spannen,
aber auch dazu, wie man eben selbst für sich im Leben aktiv
werden kann. Denn Yogisch by Nature meint ja auch genau das, dass
wir sozusagen von Natur aus irgendwie auch yogisch sind und
yogisch handeln. Und Teile von unserem Nervensystem sind der
sogenannte Sympathikus und der Parasympathikus. Und von denen
hast du vielleicht schon mal gehört. Und der Sympathikus, das ist
der, der zuständig ist, wenn wir gerade gestresst sind. Denn der
ist in unserem Körper dann zuständig dafür, dass wir aktiv sind,
dass wir handlungsbereit sind, dass wir also quasi vor diesem
Säbelzahntiger auch davonlaufen könnten oder eben auch dagegen
ankämpfen könnten. Also dass wir in irgendeiner Form auch
handlungsfähig bleiben. Das heißt also, es kann passieren, dass
unser Herzschlag schneller wird, dass die Atmung sich verändert,
dass unsere Muskeln mehr durchblutet werden, aktiver werden. Also
der Körper stellt sich darauf ein, dass uns Gefahr droht und dass
wir uns irgendwie dagegen wehren müssten. Ja, wenn man auf die
Straße geht und es kommt ein Auto, dann müssen wir schnell
reagieren, dann müssen wir schnell zur Seite springen und können
nicht erstmal ganz in Ruhe entspannt jetzt hier ja unsere
Atemübung machen oder meditieren oder so. Ja, das ist also etwas,
was super, super wichtig ist, dass wir in solchen Situationen
auch irgendwie noch handlungsfähig bleiben. Und der Gegenspieler
von diesem Sympathikus ist dann der Parasympathikus. Der ist dann
eben eher zuständig für diese Ruhe, für die Entspannung, für die
Regeneration, für die Verdauung. Also zum Beispiel, wenn jetzt
gerade so eine super stressige Situation auf uns zukommt, dann
wäre es ja schlecht, wenn wir erst noch aufs Klo gehen müssen.
Ja, wenn jetzt der Säbelzahntiger vor uns steht und du denkst,
Moment, ich müsste erst mal hinters nächste Gebüsch, dann ist das
eher schlecht. Und deswegen hat unser System sich da eben die
Lösung überlegt und gesagt, nee, also wenn jetzt erst mal so eine
Gefahr droht und eben dieser Stress da ist, dann stelle ich das
alles mal hinten an. Und deswegen ist das dann etwas, was eher
passiert, wenn der Parasympathikus aktiv wird. Und das merkt man
auch manchmal in Yogastunden, wenn man eine Anfangsentspannung
anleitet und so nach, ich sag mal, 10 Minuten die Leute liegen
und atmen tief und entspannen sich. Und dann hört man manchmal am
Anfang oder auch am Ende von der Stunde dann, dass der Bauch
gluckert. Dass eben man auch tief gähnt. Das sind eben alles
Anzeichen, dass eine Entspannung stattfindet. Und eben dieses
Bauchgluckern, das ist auch oft eben ein Anzeichen dafür, dass
ja, dass da einfach diese Verdauung ein Stück weit aktiver werden
kann, weil das die Entspannung erstmal ermöglicht. Und im Prinzip
gibt es nichts, man kann nicht sagen, das eine ist besser und das
andere ist schlechter. Wir brauchen beides. Wir brauchen
natürlich den Sympathikus, ne, der uns aktiviert und uns
ermöglicht, das zu tun. Wir brauchen aber auch den
Parasympathikus, der dann eben uns wieder die Entspannung und
Ruhe schenkt. Und das Problem ist einfach, in der heutigen Zeit
sind wir oft in so einer Dauerstressgeschichte. Das heißt, wir
sind eigentlich permanent in dieser Aktivierung, wir sind
permanent am Funktionieren, wie ich ja schon gesagt habe. Wir
scrollen die ganze Zeit im Handy rum, wir haben den ganzen Tag
irgendwo Nachrichten, wir haben dauernd irgendwelche Sachen, die
um uns herum passieren, und wir haben gar nicht mehr das, dass
wir jetzt eine Sache machen und danach aber die Zeit zur Erholung
ist. Und manchmal sagt man sogar, dass diese Erholungszeit länger
dauern sollte wie vorher diese Anspannungszeit. Und im Yoga wird
ja auch dieses Prinzip von Anspannung und Entspannung im Wechsel
eigentlich in jeder Yoga-Einheit gelehrt. Zumindest ist das so,
wie ich das gestalte, dass das eben beides auch Teil davon sein
sollte, ne. Und auch bei einem Muskel, wir spannen an und dann
entspannen wir wieder. Wir können nicht die ganze Zeit nur
angespannt mit der Muskulatur sein. Das ist schlecht. Aber leider
sind wir das eben oft unbewusst. Wir haben die Schultern immer so
ein bisschen hochgezogen. Wir haben den Kiefer angespannt.
Manche, die knirschen nachts mit den Zähnen. Wir atmen flach. Wir
schlafen schlecht. Wir sind permanent so ein bisschen gereizt und
fühlen uns irgendwie erschöpft und auch ausgebrannt und haben das
Gefühl, wir leben eigentlich nur so von Wochenende zu Wochenende
oder dann von Urlaub zu Urlaub. Aber das ist ja nicht Das ist ja
nicht Sinn der Sache, ja, dass wir unser Leben so gestalten, dass
wir eigentlich immer nur so auf diese kleinen Inseln hoffen,
sondern wir brauchen es eigentlich so, dass wir unseren Alltag
eben, ja, ich will jetzt mal sagen stressfreundlicher gestalten,
oder eben ein bisschen entstressen wäre vielleicht besser gesagt,
ne. Und da ist Yoga einfach wunderbar geeignet, ja. Yoga ist da
einfach perfekt, diese Körperwahrnehmung beispielsweise als
yogische Praxis, weil es einfach eine Möglichkeit ist, dich
selbst wieder wahrzunehmen, eine Achtsamkeitsübung draus zu
machen. Und das kann wirklich so was Einfaches sein wie: Wie
fühlt sich denn mein Körper gerade an? Jetzt in dem Moment, wenn
du diesen Podcast hörst, wie fühlt sich bei dir der Körper an?
Wie ist dein Atem? Ist der tief und langsam und gleichmäßig, oder
ist er eher so flach? Hast du das Gefühl, nur aus der Brust
rauszuatmen, oder lässt du den Atem vielleicht auch mal ein
bisschen in den Bauch fließen? Hast du irgendwie eine Spannung im
Körper oder vielleicht sogar Schmerzen, dass du jetzt Stellen
hast, die immer wieder auch wehtun? Und verändert sich das
vielleicht, wenn du jetzt was dran änderst? Wenn du die Schultern
mal kreiselst und dann so ein bisschen tiefer sinken lässt? Oder
nimm mal die Zahnreihen auseinander, lass den Kiefer ganz locker
oder wackel mal mit dem Unterkiefer so ein bisschen hin und her
oder mach so große, so Gähnbewegungen, als würdest du gähnen und
richtig den Mund schön mal öffnen. Vielleicht wirklich mal tief
einatmen und mit der Ausatmung stöhnen oder seufzen. Das ist auch
immer gut und ist etwas, was unser Nervensystem wirklich immer
sehr freut, solche Summgeräusche oder eben überhaupt so Geräusche
machen. Deswegen ist Singen auch eine schöne Sache, zum Beispiel,
ja. Und da geht es gar nicht darum, dass wir besonders schön und
gut singen, sondern einfach, dass wir auch den Spaß dabei haben.
Wir müssen nicht erst in dem obersten Stresslevel zu sein, um zu
entscheiden, etwas für uns zu tun. Sondern es ist viel
sinnvoller, vorher schon zu starten. Nicht erst, wenn das Fass
überläuft, ja, wenn es nur noch einen Tropfen braucht, bis alles
überläuft, sondern schon vorher. Schon so bei 60, 70, 80% immer
wieder dafür sorgen, dass dieses gefüllte Fass ein bisschen
leerer wird. Dass immer, wenn was Neues dazu kommt, wir eben
nicht gleich wieder an diesem Überlaufmoment sind. Das ist zum
Beispiel auch der Grund, warum ich bei meinen eigenen
Yoga-Einheiten viel Wert auch drauf lege, dass es eben ganz kurze
und machbare Sequenzen sind. Dass ich jetzt nicht jeden Tag hin
60 oder 90 Minuten auf meiner Matte rumturne, sondern dass es
wirklich einfach mal 5 Minuten sein können, wo ich ganz bewusst
mich hinsetze und atme oder einzelne Übungen mache,
Körperübungen, eine Meditation. Also gibt es ja verschiedene
Sachen. Falls dich das interessiert, dann schau dir gerne mal
meinen Chapter-One-Kurs an. Das ist ein 14-Tage- Yogakurs zum
Einsteigen, wo man eben jeden Tag eine 5 Minuten, ungefähr 5
Minuten Übung bekommt, 14 Tage lang, so dass man nicht erst
selber überlegen muss, was mache ich denn jetzt, sondern dass man
einfache Übungen hat, die wirklich machbar sind, nicht
kompliziert sind, sondern komplett unkompliziert,
alltagstauglich. Also ja, schau das dir gerne an, da schreibe ich
gerne den direkten Link auch in die Shownotes, und dann kannst du
da gerne mal reinschauen, ne. Aber genau, vielleicht machst du
einfach mal jetzt wirklich noch mal mit mir mit, eine kleine
Übung. Wenn du gerade selber Auto fährst oder aktiv irgendwas
machst, dann natürlich nicht. Aber wenn es möglich ist, dann lass
wirklich die Schultern sinken, beobachte noch mal den Atem. Du
musst den gar nicht groß verändern, sondern wirklich nur mal
wahrnehmen. Aber du kannst auch mal probieren, wirklich tief in
den Bauch zu atmen. Oder vielleicht sogar vom Bauch in den
Brustkorb zu atmen. Und wenn du gar nichts anderes für dich
schaffst oder irgendwie ja das Gefühl hast, du kriegst das nicht
unter im Alltag oder so, ja, dann mach vielleicht wirklich
zwischendurch mal so 2, 3 tiefe Atemzüge, wirklich, wo du auch
tief ein- und ausatmest, so gut es eben geht. Ja, also auch da
sagt man ja oft so leicht, den Atem hat man immer dabei, sag ich
ja auch gerne, aber aus eigener Erfahrung kann ich ja sagen, als
ich eben metastasenbedingt meine Operation an der Lunge hatte, da
konnte ich danach überhaupt nicht richtig tief atmen. Und das war
für mich richtig schlimm, weil ich ja aus meinem Yoga einfach
auch gewohnt bin, tief zu atmen. Aber ich habe es dann eben
probiert und immer wieder geübt und habe dann zum Beispiel in der
Klinikkapelle immer mal Om gechantet. Das wollte ich dann gerne
machen und ausprobieren und war zum Teil frustriert, wenn es
nicht so geklappt hat, wie ich wollte, weil ich einfach gemerkt
habe, mir fehlt die Luft. Aber auch das ist ja etwas, was man
einfach erst mal wahrnehmen kann. Und was dann wieder auch was in
Gang setzen kann. Also in meinem Fall hat es in Gang gesetzt, das
überhaupt erst mal anzuerkennen, was geht, und das zu
wertschätzen, was ich da auch geschafft habe. Und es gar nicht
darum geht, da jetzt möglichst lange und tief zu atmen, sondern
einfach nur in diesem kleinen Rahmen das für mich zu machen, so
wie es möglich ist. Und eben nicht in die Frustration gehen,
sondern wirklich das auch anzuerkennen, um mich selber
wertzuschätzen für das, was ich da tue. Und der Atem ist wirklich
auch etwas, was ich sehr, sehr gerne in Yoga-Praxis einbaue. Für
viele ist Yoga ja vor allem das Turnen auf der Matte, wie ich
immer gerne sage. Aber das ist gar nicht der Hauptaspekt von
Yoga, auch wenn der natürlich wichtig und auch schön ist. Und in
der heutigen Zeit, wo wir ja auch wirklich uns viel zu wenig
insgesamt bewegen, möchte ich das auch wirklich sehr empfehlen,
dass wir diese Yoga-Bewegung aber auch irgendwie einbauen. Wenn
es nicht jeden Tag geht, dann vielleicht irgendwie 1, 2, 3 Mal
die Woche. Und auch da muss es nicht eine super lange Praxis
sein. Das ist super schön, ich unterrichte hier bei mir vor Ort
im Studio 90 Minuten, auch aus Überzeugung, weil ich eben weiß,
dass alles zusammen, die Atmung, die Entspannungsphasen, die
körperlichen Phasen, all das braucht Zeit. Aber das muss nicht im
Alltag der Standard sein. Es können auch einfach nur mal 20
Minuten sein oder eine Viertelstunde oder so, ne. Aber da
wirklich auch gerne immer so eine Kombination aus einer Atmung
und vielleicht auch dann ein bisschen Bewegung. Und die Bewegung
darf auch sanft sein. Das muss nicht ein Hochleistungssport sein.
Wichtiger ist immer, dass man ein bisschen was macht. Und bevor
man sich denkt, ich muss jetzt hier dreimal die Woche meine
Stunde Sportprogramm durchziehen und das klappt dann nicht, dann
mach lieber jeden Tag 5 Minuten, jeden Tag eine kleine
Bewegungsübung oder vielleicht im Tag verteilt morgens, mittags,
abends jeweils 5 Minuten. Dann ist das ja auch schon erstmal was.
Entspannung funktioniert ja selten auf Knopfdruck. Deswegen ist
es ja bei Stress auch so ein bisschen das Problem zu sagen, so
jetzt ab sofort mache ich das und dann ist der Stress weg. So
funktioniert es nicht, ne. Wir brauchen Zeit. Der Körper und
dieses ganze System und unser Körper ist nun mal das, was uns so
am, was am einfachsten für uns funktioniert, finde ich immer,
weil dadurch haben wir eben was, was wir anfassen können, was wir
richtig merken und was für uns ein bisschen greifbarer ist. Wie
wenn ich jetzt vom Nervensystem zum Beispiel spreche. Aber den
Körper können wir deswegen auch viel besser nutzen, sage ich
jetzt mal, ja, für diese Dinge. Und zu sagen, jetzt leg dich mal
hin und entspann dich, das funktioniert so nicht, ja. Aber es ist
etwas, was wir eben üben können. Und auch da kommt eben Yoga ins
Spiel, weil ich natürlich eben als Yogalehrerin das ja super gut
finde. Und sowohl über die körperlichen Übungen verschiedenster
Art vielleicht auch in Kombination mit einer Atemübung, aber auch
mit Entspannungen, die wir dann üben können in so einer
Yoga-Praxis, kann das wirklich im Laufe der Zeit besser werden.
Also wer jetzt sich denkt, man ist schon eigentlich viel zu viel
drüber, nee, probier es wirklich unbedingt aus. Also probier
wirklich mal so kleine Yoga-Einheiten aus. Und wenn jemand sagt,
Yoga ist nichts für ihn, dann denke ich mir immer, nee, dann hast
du einfach noch nicht mit der richtigen Person Yoga gemacht. Und
Dann probier es gerne mal mit mir aus. Nicht, dass ich sagen
würde, ich bin hier das Nonplusultra. Aber ich bin schon
überzeugt, dass jeder Mensch ein für sich passendes Yoga finden
kann, weil eben Yoga auch so vielfältig ist. Und Stress ist eben
was, das zeigt sich nicht nur in diesen Gedanken. Nicht nur, dass
unsere Gedanken dann ständig kreiseln und wir überlegen, was wir
alles noch machen müssen. Oder wir drüber nachdenken, was in der
Vergangenheit passiert ist. Wir vielleicht Gespräche nochmal im
Kopf durchgehen oder Sachen, die auch schon länger her sind. Was
uns ja alles überhaupt nichts bringt, weil wir diese Dinge aus
der Vergangenheit nicht ändern können, egal wie oft wir darüber
nachdenken. Und wir können auch das, was in der Zukunft geplant
ist, noch so oft im Kopf durchgehen, es ist trotzdem keine
Garantie, dass es genauso passieren wird. Also das ist wirklich
etwas, ja, unsere Gedanken spielen dann eine große Rolle. Und
nicht umsonst heißt es ja im Yoga Sutra Yoga Chitta Vritti
Nirodha, was so viel bedeutet wie Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen
der Gedanken im Geist. Also, dass wir eben nicht mehr permanent
in diesem Gedankenkarussell so gefangen sind und grübeln und
grübeln und grübeln. Aber Stress zeigt sich eben auch körperlich,
ne, indem wir eben so Anspannung haben, indem dann zum Beispiel,
wenn wir den Kiefer, die Zähne aufeinanderpressen, dann auch
Verspannungen im Nacken zu spüren sind. Das kann zu Kopfschmerzen
führen und so weiter. Also Verspannungen, die dann auch zu
Schmerzen führen, gerade im Kopfbereich oder im oberen
Körperbereich, sage ich jetzt mal, auch so den Schultern oder so.
Das kann wirklich auch durch zu viel Stress kommen, weil wir eben
dann dazu neigen, uns immer wieder unbewusst anzuspannen. Und da
kann es immer mal helfen, auch da zwischendurch wieder tief zu
atmen, aber auch vielleicht mal sich kurz durchzuschütteln, den
Körper zu schütteln, einmal alles durchbewegen. Eine kleine
Yoga-Einheit, wo man sich auch mal dehnt in jede Richtung. Vom
Sitzen aufstehen und mal durch den Raum laufen. Auch da
vielleicht zwischendurch noch mal reinspüren, wie fühlt sich denn
mein Körper gerade an und was brauche ich denn? Und Yoga kann
wirklich eine wunderbare Unterstützung sein, wenn es ums Thema
Stress geht. Aber Yoga ist kein Zaubermittel, ne? Und es ist—
wird nichts passieren, wenn du nicht selber auch was machst. Ja,
das muss man leider da sagen. Ich bin ja regelmäßig aufgrund
meines Lymphödems auch bei der Lymphdrainage und rede da oft mit
den Physiotherapeutinnen. Und die kennen das Problem auch, dass
man dann vielleicht Hausaufgaben mitgibt und die nicht gemacht
werden. Und da will ich aber jetzt an der Stelle auch nicht schon
wieder Druck aufbauen und noch mehr Stress machen, sondern
wirklich dich ermutigen und sagen, kleine Einheiten, die zu dir
passen. Also probier gerne Chapter One mal aus, wenn du magst,
ja, oder melde dich gern, wenn du noch mal eine konkrete Frage
auch hast. Und Yoga ist wirklich da eine gute Unterstützung, aber
es ist kein Allheilmittel, ja. Also von daher einfach mal
ausprobieren. Und schauen, was wie geht. Diese Körperwahrnehmung
kann am Anfang auch ungewohnt sein. Dann merkt man vielleicht
auch Dinge, die einem sonst nicht so bewusst sind. So was
vielleicht, dass die Schultern wirklich angespannt sind oder der
Atem zu schnell ist oder auch, dass der Bauch immer angespannt
und fest ist. Das ist auch etwas, was gerade wir Frauen ja oft
machen, dass wir den Bauch eigentlich rund um die Uhr so nach
innen ziehen oder dass das Gesicht angespannt ist. Und es ist
überhaupt nicht zu werten, sondern einfach nur mal wahrzunehmen.
Yoga meint also immer erstmal das nach innen Spüren. Und ich sage
immer, Yoga ist die Verbindung zu dir selbst und aber auch zu
anderen. Aber auch zu dir selbst. Und das ist ja etwas, was wir
eben oft ja nicht mehr so haben und irgendwie verloren gegangen
ist. Also von daher, ja, wenn du magst, probier es einfach gerne
mal aus. Und ja, vielleicht diese Woche einfach immer mal wieder
auch einen kleinen Check-in machen mit dir selbst, mit dem
Körper. Was spüre ich? Wie atme ich gerade? Wie fühlt sich mein
Körper an? Was brauche ich gerade? Fühle ich mich gerade
irgendwie angespannt? Wie ist mein Stresslevel? Das kann auch
spannend sein, wirklich mal so ein gefühltes eigenes Stresslevel
dir aufzuschreiben. Und da mag ich immer gerne auch das ganz
konkret so auf einer Skala von 1 bis 10, wenn jetzt 1 ganz wenig
ist und 10 ist sozusagen Oberlimit, das einfach mal für dich, ja,
zu notieren, ganz ohne auch da jetzt direkt dich noch mehr zu
stressen deshalb, sondern wirklich auch das einfach nur mal
wahrzunehmen, ne. Und wenn du vielleicht merkst, dass du auch
gerade an einem Punkt bist, wo du auch gar nicht so jetzt noch
mehr Infos brauchst, sondern Unterstützung, ich veranstalte die
Tage ein Webinar speziell auch für Frauen mit einer Brustkrebs-
oder mit einer Krebserkrankung allgemein, Weil das ja eben auch
etwas ist, wo ich selber ja sehr viel zu sagen kann. Deswegen
habe ich es jetzt genannt Trotz Krebs ins Handeln kommen, weil
ich da eben auch weiß, dass es für ganz viele mit einer
Krebserkrankung ein großes Problem ist, auch wieder ins Tun zu
kommen, erstmal anzufangen, aber dann auch dranzubleiben. Nicht
sagen, ich fange jetzt an, ich mache mal 2 Tage was und dann
vergesse ich es wieder. Da habe ich ja in der letzten
Podcastfolge auch schon drüber gesprochen, über diese kleinen
Schritte. Dann ist das wirklich meine Herzenseinladung an dich.
Das kostet nichts, also wirklich einfach mal anmelden. Packe ich
auch den Link am besten hier in die Shownotes unter den Podcast.
Und dann freue ich mich, wenn du da vielleicht einfach mal mit
dabei bist, denn im Oktober wird’s ein neues Programm von mir
geben, ein Begleitprogramm, The Life Journey. Da bin ich gerade
noch mitten in der Entwicklung, was sich aber speziell eben an
Frauen mit einer Krebserkrankung richtet. Wobei ich jetzt gerade
denke, es wäre vielleicht auch für andere Menschen mit einer
chronischen Erkrankung geeignet, aber ich habe es erstmal gezielt
an Menschen mit einer Krebserkrankung, an Frauen mit Krebs
gerichtet. Und ja, da werde ich auf jeden Fall in dem Webinar, in
dem Online-Seminar, auch noch mal was dazu sagen. Aber ich werde
vor allem auch Tipps teilen, die eben helfen beim Anfangen, warum
man nicht warten muss, bis man mehr Energie hat. Das ist nämlich
auch so ein Trugschluss, immer zu denken, ich muss warten, bis
ich ja mehr Energie habe, bis ich Zeit habe, bis ich weniger
Stress habe. Das wird nie passieren, sondern wir müssen wirklich
trotz dieser Dinge wieder ins Handeln kommen. Also von daher
melde dich da gern an. Wie gesagt, es kostet nichts. Ich pack den
Link hier in die Shownotes. Und ja, ich glaube, das ist auch ein
guter Abschluss heute für die Podcastfolge. Ich hoffe, du hast
einiges für dich mitnehmen können, hast vielleicht ein bisschen
mehr verstanden, wie Stress funktioniert, dass Stress auch immer
ein Zeichen von deinem Körper ist und jetzt gar nicht was nur
Negativs, sondern eben auch immer so ein kleiner Wink mit dem
Zaunpfahl, ein bisschen mehr auf dich zu achten, vielleicht dir
ein bisschen mehr Ruhe, Entspannung zu gönnen, auch wenn das
natürlich nicht immer einfach ist. Deswegen muss man schauen, wie
kann ich es so gestalten, dass es zu mir und zu meinem Alltag
passt. Ich hoffe, dass du vor allem auch einen freundlichen Blick
auf dich selbst und auf deinen Körper hier mitnimmst. Denn der
Körper ist nicht das Problem, auch der Geist ist nicht das
Problem, ja, sondern es ist oft unsere Gesamtsituation. Ja, wie
heißt ja so schön: Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.
Aber das Schöne ist ja, also es ist nichts, was so bleiben muss,
sondern wir können ja immer wieder uns entscheiden, das zu
ändern, etwas zu tun. Und ich hoffe sehr, dass mein Podcast,
meine Blogbeiträge, meine Angebote dich dabei unterstützen. Denn
das ist der Grund, warum ich das auch alles mache. Ich freue
mich, dass du hier dabei warst. Wenn dir die Folge gefallen hat,
dann bewerte die gerne mit einer 5-Sterne-Bewertung, abonniere
den Podcast, teil das gerne weiter an andere, für die das auch
spannend sein könnte. Und das freut mich immer sehr. Du kannst
auch immer gerne bei Spotify zum Beispiel so einen Kommentar
unter die Folge schreiben und auch schreiben, was dir gut
gefallen hat. Wenn es dann nicht geht, dann schreib mir auch
gerne eine Nachricht über christinerabt.de. Und teil da, was dir
besonders gut gefallen hat, oder auch ob du Wünsche für die
zukünftigen Podcastfolgen hast. Das ist ja auch das Schöne, das
soll ja ein Miteinander sein. Und deswegen, ja, schreib das mir
gerne, melde dich bei mir, und dann freue ich mich sehr, wenn du
beim nächsten Mal wieder dabei bist. Bis dahin immer mal
zwischendurch ans Atmen denken, vielleicht zum Abschluss jetzt
noch mal tief ein- und ausatmen, noch mal kurz recken, strecken
oder ausschütteln, Und bis zum nächsten Mal. Tschüss! Vielen
Dank, dass du heute dabei warst und mir deine Zeit geschenkt
hast. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann würde ich mich total
freuen, wenn du es auch mit deinen Freunden teilst oder mir eine
positive Bewertung gibst. Lass es dir gut gehen, genieß jeden
Tag, jeden Moment, und bis zum nächsten Mal!

Der Beitrag 180: Stress ist nicht nur schlecht für dich erschien
zuerst auf Christine Raab.
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„180: Stress ist nicht nur schlecht für dich“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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