Was tust du, wenn dir ein Mensch, für den du Verantwortung
trägst, unsympathisch ist?
Antipathie im Führungsalltag ist nicht vermeidbar. Die Frage ist
nur, ob man sie steuert oder ob sie einen steuert.
In Folge 22 sprechen Marius und Leon darüber, wie Führung fair
bleibt, wenn persönliche Sympathien und Abneigungen unbemerkt in
Entscheidungen, Beurteilungen und Kommunikation einsickern.
Verantwortung meint dabei mehr als das Team im Unternehmen: auch
Verein, Ehrenamt, Mannschaft und Truppe: überall dort, wo man für
jemanden geradesteht, den man sich nicht ausgesucht hat.
Worüber wir sprechen:
der Unterschied zwischen leichter Unsympathie und echter
Antipathie – und warum die Intensität das Verhalten verändert
die ehrliche Seite: unangenehme Aufgaben landen schnell bei
den Unsympathischen – und das ist selten eine reine
Sachentscheidung
der schwierigere Fall, den kaum jemand zugibt: wenn ein
sympathischer Mensch sanktioniert werden müsste – und man ein
Auge zudrückt
warum die gefährlichere Verzerrung nicht von denen ausgeht,
die man nicht mag, sondern von denen, die einem guttun
Halo-Effekt, Attributionsfehler und der Similar-to-me-Effekt
als typische Denkfehler bei Beurteilung und Führung
der Unterschied zwischen Alltag und echter Drucksituation, in
der Impulskontrolle deutlich schwerer wird (Beispiel:
Corona-Amtshilfe)
Der Takeaway:
Sympathie ist kein Führungsinstrument, kognitive Empathie schon.
Man muss niemanden mögen, um ihn fair zu führen, aber man muss
die eigenen Gefühle kennen, um sie nicht unbemerkt handeln zu
lassen.
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