Hagen steckt im Umzugshustle, deswegen sitzt diesmal Linus Specht
neben Marco. Ihr kennt Linus: Memelord, äh, CCO bei Justaddsugar
Agency und schon in S05E04 bei PB zu Gast. Diesmal bringt er ein
Thema mit, das Marco bis vor ein paar Tagen null aufm Schirm
hatte: Girl EDM. Nostalgischer Trance, hochgepitchte
Nightcore-Vocals, übersteuerte Kicks, dazu Frutiger Aero und
Windows Vista Ästhetik, Lensflares und Camcorder-Optik. Ein Genre
irgendwo zwischen Hyperpop, Eurodance und Y2K, das nicht im
Konferenzraum von Universal entstanden ist, sondern in Subreddits
und Discord-Channels, über TikTok groß wurde und inzwischen
Welttourneen füllt. Die beiden sprechen über Memphis LK,
Ninajirachi und Porter Robinson, über Maximalismus als
Gegenbewegung zum Vanilla-Girl-Millennial-Minimalismus, über
"erfundene" Nostalgie und darüber, warum die Ästhetik bewusst
unzugänglich ist. Wie geht man als Social Media Agentur mit so
einer Bubble um, wenn ein Kunde plötzlich diese Gen Z Zielgruppe
anzapfen will? Linus erzählt, was er über Culture Marketing
gelernt hat, warum es immer ein Geben sein muss und wo für ihn
persönlich die Grenze verläuft zwischen guter Remix-Kultur und
einfach nur geklaut. Zudem geht es um KI in der Musikproduktion
und Suno, um Türsteher in der EDM-Szene, den gestiegenen
Frauenanteil auf Festival Line-ups und die Frage, ob das Female
Empowerment hier real ist oder Industry Plant. Und ey, schaut
diese Folge am besten mit Video, das Thema ist zur Hälfte
visuell. An dieser Stelle auch nochmal sorry für Marcos Lags und
die Latenz in dieser Folge. Links zu den Artists und Musikvideos
gleich hier unten in den Show Notes. Ah noch eine Bitte: lasst
eine Bewertung da, ihr lieben Piccolinis!
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