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  3. Überall Geschichte! Podcast
  4. Die Erfindung der Schweizer Neutralität: Zwischen humanitärer Tradition und Geschäftemacherei
Am 27. September stimmt die Schweiz über eine Volksinitiative ab,
die eine strikte Auslegung der Neutralität in die Verfassung
schreiben will. Sie beruft sich auf eine angeblich Jahrhunderte
alte, immerwährende Tradition. Aber stimmt das überhaupt?

In dieser Folge von «Überall Geschichte!» gehen wir dieser Frage
anhand von fünf Wendepunkten nach. Wir beginnen bei Marignano
1515, jener Niederlage, die viele für die Geburtsstunde der
Neutralität halten, obwohl der Begriff damals so gar nicht
existierte. Wir gehen an den Wiener Kongress 1815, wo Grossmächte
aus eigenem Interesse eine neutrale Schweiz durchsetzten. Wir
erzählen, wie das Rote Kreuz während des Ersten Weltkriegs
Millionen Kriegsgefangene registrierte, während Schweizer
Offiziere gleichzeitig Geheimnisse an die Mittelmächte
weitergaben. Wir zeigen, wie die Schweiz nach dem Ende des
Zweiten Weltkriegs wegen ihrer Geschäfte mit Nazideutschland als
Kriegsgewinnlerin unter Druck stand. Und wir fragen, wie neutral
die Schweiz im Kalten Krieg tatsächlich war – und wie dieselbe
neutrale Stellung Genf gleichzeitig zur Bühne für Gipfeltreffen
zwischen Ost und West machte. Am Ende steht keine geradlinige
Tradition, sondern eine Geschichte ständiger Neuaushandlung
zwischen echter Vermittlung und handfestem Eigeninteresse.

«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks
#Historytelling.

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Mehr Infos findet ihr auf ueberallgeschichte.info. Wenn euch
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Tags: Schweiz, Neutralität, Sanktionen, Russland

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„Die Erfindung der Schweizer Neutralität: Zwischen humanitärer Tradition und Geschäftemacherei“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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