Jeder zweite Frauenarzt in Deutschland schickt seine Proben an
dasselbe Labornetzwerk. Geführt wird es von meinem heutigen Gast.
In Teil eins hat Dr. Marc-Alexander Burmeister erzählt, wie er
vom Notarzt mit tausend Einsätzen zum Manager wurde und wie
Macron und Merkel in der ersten Corona-Welle halfen, ein
Narkosemittel über geschlossene Grenzen zu bringen. Falls du das
verpasst hast, schau es dir unbedingt an.
Jetzt, in Teil zwei, geht es um dich. Marc führt mit der amedes
Gruppe eines der größten Labornetzwerke Europas,
viereinhalbtausend Mitarbeiter, hundert Standorte. Und er erklärt
Dinge, die ich vorher nicht wusste: Was passiert wirklich mit
einer Blutprobe, nachdem sie die Praxis verlässt? Warum kann
derselbe Eisenwert mit 35 harmlos sein und mit 55 ein Warnsignal,
hinter dem im schlimmsten Fall ein Krebs steckt? Und warum ist
das große Blutbild ohne konkrete Fragestellung oft ein
Schrotschuss, obwohl er sein Geld genau mit solchen Tests
verdient?
Wir sprechen außerdem darüber, wieso ein kanadischer
Pensionsfonds in deutsche Gesundheitsversorgung investiert und
was Private Equity im Gesundheitswesen wirklich bedeutet. Über
Künstliche Intelligenz, die Ärzten am Point of Care hilft, die
richtigen Untersuchungen anzuordnen. Über humanoide Roboter für
die Labor-Nachtschicht und die Rechnung, wie man die
Arztkapazität um 50 Prozent erhöht, ohne einen einzigen Arzt
einzustellen. Über eine deutsche Uniklinik, die 2026 noch die
Hälfte einer Kinderintensivstation auf Papier dokumentiert. Und
über seine Zeit als CEO von Deutschlands größtem Pflegeanbieter
mitten in der Pandemie, mit 250 Standorten, 30.000 Bewohnern und
einer bemerkenswert ehrlichen Haltung zur Impfpflicht.
Ein Gespräch über die Frage, wie Medizin und Wirtschaft
zusammenpassen, ohne dass der Patient verliert.
Zu Gast: Dr. Marc-Alexander Burmeister, Anästhesist, Ex-Notarzt,
CEO der amedes Gruppe
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