Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. UNFILTERED Podcast Podcast

Episoden

2 Stunden 1 Minute
Im März 2020 wartet die ganze Welt auf einen Impfstoff, und mein heutiger Gast wird zum Chef des Unternehmens berufen, das die Technologie dafür erfunden hat. Zwei Tage später sitzt er in Berlin im Gesundheitsministerium. In der Nacht danach platzt in seinem Kopf ein Aneurysma. Am nächsten Morgen wacht er nicht mehr auf. Seine Kollegen sitzen schon am Flughafen, seine Sekretärin lässt im Hotel nachsehen, und die Ärzte geben ihm eine Überlebenschance von 13 Prozent.

Dr. Ingmar Hoerr hat als Doktorand in Tübingen entdeckt, dass man mit mRNA impfen kann. Sein ganzes Umfeld hatte ihn davor gewarnt, mit diesem Molekül zu arbeiten. Er hat es trotzdem getan und daraus CureVac gegründet, die erste mRNA-Firma der Welt, Jahre vor BioNTech und Jahre vor Moderna. Die ersten Patente hat er selbst geschrieben, nach einem Besuch in der Bibliothek, weil für einen Anwalt kein Geld da war.

Dieses Gespräch hat mich an vielen Stellen sprachlos gemacht. Ich wusste nicht, dass ein Münchner Investor mitten in seinem Pitch aufstand und wortlos den Raum verließ. Ich wusste nicht, dass er im Pentagon saß und ein Offizier auf den Tisch schlug, weil er endlich hören wollte, was nicht funktioniert. Ich wusste nicht, dass sein eigener Vorstandschef bei Donald Trump im Oval Office saß, ohne es ihm zu sagen. Und ich hätte nie gedacht, dass der Mann, dessen Entdeckung Millionen Menschen geschützt hat, bis heute Morddrohungen bekommt.

Ingmar spricht in dieser Folge so offen wie selten jemand bei uns. Er erzählt, warum der Impfstoff seiner eigenen Firma scheiterte, während er im Koma lag, was er heute über die Übernahme durch BioNTech denkt und wie es sich anfühlt, aus dem eigenen Lebenswerk herausgehalten zu werden. Trotzdem sitzt hier kein verbitterter Mann. Er hat sein Geld in eine Stiftung gegeben, die es ausgibt, bis nichts mehr da ist, und er sagt einen Satz, den ich mir gemerkt habe: Jeder Tag ist Gold wert, und es ist ein Privileg, auf dieser Erde sein zu dürfen.

Viel Spaß mit dieser Folge.

Die besten Momente der Folge findet ihr auf Instagram:

https://www.instagram.com/unhyde.me/

Alle Folgen auf Spotify und Apple Podcasts:

https://open.spotify.com/show/27FYuxE7nDNJsgTPjFtR6G

https://podcasts.apple.com/de/podcast/unfiltered-by-unhyde/id1829135943

Mehr zu Ingmar Hoerr und seiner Stiftung:

https://morpho-foundation.com/
1 Stunde 26 Minuten
Ein Jahr lang haben Ärzte meiner heutigen Gästin gesagt, die rote Stelle in ihrem Gesicht sei harmlos. Einer riet ihr sogar, sie einfach mit etwas Camouflage abzudecken. Dann schaute endlich jemand genauer hin. Es war Hautkrebs, und ein halbes Jahr später wäre sie tot gewesen.

Kerstin Strauss trägt einen der bekanntesten Namen Deutschlands. Engelbert Strauss, die Workwear, die Banden in jedem Fußballstadion. Sie hätte es sich bequem machen können, stattdessen hat sie ihr eigenes Label nach fünfzehn Jahren selbst beerdigt und noch einmal komplett bei null angefangen. Mit KERSY STRAUSS baut sie heute eine Beachwear-Marke auf, deren erster Neoprenanzug pink war. Als ihre Produzenten in Taiwan entsetzt fragten, was denn dann mit den Haien sei, hat sie kurz gegoogelt und trocken geantwortet: Haie sind farbenblind.

Dieses Gespräch hat mich an mehreren Stellen wirklich überrascht. Ich wusste vorher nicht, dass kein Kunde auf eine neue Marke wartet, egal wie berühmt der Name dahinter ist. Ich wusste nicht, dass man seine erste Surfstunde im eigenen kaputten Prototyp nehmen kann und daraus eine Firma entsteht. Und ich hätte nie gedacht, dass der schwerste Moment einer Krebserkrankung erst nach der Heilung kommt. Kerstin sagt einen Satz, den ich so noch nie gehört habe: Du entwickelst eine Beziehung zum Krebs.

Heute arbeitet sie an einem Anzug, durch den kein Haibiss geht, und will die erste Marke der Welt werden, die UV-Schutz sexy macht. Nach diesen anderthalb Stunden glaube ich ihr das.

Viel Spaß mit dieser Folge.

Die besten Momente der Folge findet ihr auf Instagram:

https://www.instagram.com/unhyde.me/

Alle Folgen auf Spotify und Apple Podcasts:

https://open.spotify.com/show/27FYuxE7nDNJsgTPjFtR6G

https://podcasts.apple.com/de/podcast/unfiltered-by-unhyde/id1829135943

Kerstin findet ihr hier:

https://www.instagram.com/kersy_adler/

https://www.instagram.com/kersy.strauss/

https://kersystrauss.com
1 Stunde 29 Minuten
Sein Vater schickte ihn mit 22 in die USA. Der Auftrag: Nimm deine fünf besten Freunde und finde heraus, warum wir dort seit 14 Jahren kein Geld verdienen.

Alexander Schwörer ist Gesellschafter von PERI, dem Weltmarktführer für Schalung und Gerüste aus Weißenhorn. Rund 10.000 Mitarbeiter, 1,8 Milliarden Euro Umsatz, 84 Länder. Ohne diese Firma steht kein Hochhaus, keine Brücke und auch nicht der Panama-Kanal. Und der Trommler-Stand der Ultras in der Allianz Arena steht übrigens auch auf einem PERI-Gerüst.

Was ich aus diesem Gespräch mitnehme: Jeder Boom hat ein Ablaufdatum, sein Vater baute deshalb schon im Wiedervereinigungsboom das Ausland auf. In einem Boom kann jeder, die Wahrheit zeigt sich in der Krise. Die US-Tochter rettete er nicht mit Tools, sondern mit Präsenz, neuen Preisen und einem Bleistift als CRM. Nachfolge heißt für ihn, die Firma gesünder zu übergeben, als man sie bekommen hat. Mit seinem Bruder gilt seit 2007 eine Regel: Streit hinter geschlossenen Türen, nach außen eine Stimme. Als Dubai ankündigte, 75 Prozent aller Gebäude zu drucken, investierte er in genau die Technologie, die sein eigenes Produkt ersetzen könnte. Und sein Rat an alle, die Praktika sammeln: Praktika abhaken ist Quatsch, und zu McKinsey muss sich niemand quälen.

Dazu: der Absturz in der Finanzkrise von 140 auf 10 Prozent Auslastung, der auf dem Oktoberfest begann. 48 Startup-Investments, noch kein Exit. Und seine Antwort auf die Frage, ob die junge Generation faul ist.

Folge uns auf Instagram ️

Benedikt Böhnke https://www.instagram.com/benedikt.boehnke/

Alexander Schwörer https://www.instagram.com/alexanderschwoerer/

Unfiltered by Unhyde https://www.instagram.com/unhyde.me/

Sponsor: (WERBUNG)

Diese Folge wird unterstützt von Unhyde https://www.unhyde.me/de

Benni:

LinkedIn https://www.linkedin.com/in/benedikt-boehnke/

TikTok https://www.tiktok.com/@unhyde_me

Aufnahmedatum: 05.08.2026

Unfiltered by Unhyde gibt es hier auf YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.

Ich hole die Unternehmer vors Mikrofon, die Deutschland wirklich bauen. Ohne Filter, ohne PR. Unfiltered by Unhyde.
1 Stunde 12 Minuten
Jeder zweite Frauenarzt in Deutschland schickt seine Proben an dasselbe Labornetzwerk. Geführt wird es von meinem heutigen Gast.

In Teil eins hat Dr. Marc-Alexander Burmeister erzählt, wie er vom Notarzt mit tausend Einsätzen zum Manager wurde und wie Macron und Merkel in der ersten Corona-Welle halfen, ein Narkosemittel über geschlossene Grenzen zu bringen. Falls du das verpasst hast, schau es dir unbedingt an.

Jetzt, in Teil zwei, geht es um dich. Marc führt mit der amedes Gruppe eines der größten Labornetzwerke Europas, viereinhalbtausend Mitarbeiter, hundert Standorte. Und er erklärt Dinge, die ich vorher nicht wusste: Was passiert wirklich mit einer Blutprobe, nachdem sie die Praxis verlässt? Warum kann derselbe Eisenwert mit 35 harmlos sein und mit 55 ein Warnsignal, hinter dem im schlimmsten Fall ein Krebs steckt? Und warum ist das große Blutbild ohne konkrete Fragestellung oft ein Schrotschuss, obwohl er sein Geld genau mit solchen Tests verdient?

Wir sprechen außerdem darüber, wieso ein kanadischer Pensionsfonds in deutsche Gesundheitsversorgung investiert und was Private Equity im Gesundheitswesen wirklich bedeutet. Über Künstliche Intelligenz, die Ärzten am Point of Care hilft, die richtigen Untersuchungen anzuordnen. Über humanoide Roboter für die Labor-Nachtschicht und die Rechnung, wie man die Arztkapazität um 50 Prozent erhöht, ohne einen einzigen Arzt einzustellen. Über eine deutsche Uniklinik, die 2026 noch die Hälfte einer Kinderintensivstation auf Papier dokumentiert. Und über seine Zeit als CEO von Deutschlands größtem Pflegeanbieter mitten in der Pandemie, mit 250 Standorten, 30.000 Bewohnern und einer bemerkenswert ehrlichen Haltung zur Impfpflicht.

Ein Gespräch über die Frage, wie Medizin und Wirtschaft zusammenpassen, ohne dass der Patient verliert.

Zu Gast: Dr. Marc-Alexander Burmeister, Anästhesist, Ex-Notarzt, CEO der amedes Gruppe

Unfiltered by Unhyde
1 Stunde 19 Minuten
Ich habe selten einen Gast erlebt, bei dem ich so oft gedacht habe: Moment, das muss ich nochmal hören.

Marc-Alexander Burmeister ist Anästhesist. Einer, der Menschen die Hand gehalten hat, bevor die Narkose kam. Er war Notarzt in Hamburg, über tausend Einsätze, und hat dabei gelernt, was Triage wirklich bedeutet: entscheiden, wem man zuerst hilft, und ertragen, wem gerade nicht. Genau diese Denkweise hat er später mitgenommen, als er mit Mitte dreißig in die Wirtschaft ging. Achtzehn Jahre beim Familienkonzern B. Braun, zuletzt als Chef in Frankreich und Deutschland. Heute führt er die amedes Gruppe, eines der größten Labornetzwerke Europas mit viereinhalbtausend Mitarbeitern. Darüber sprechen wir ausführlich in Teil zwei.

In diesem ersten Teil erzählt er mir, warum man so aufwacht, wie man einschläft. Warum Patienten nur einen Bruchteil dessen behalten, was Ärzte ihnen sagen. Was die Medizin von der Luftfahrt gelernt hat und warum ein Satz wie „Herr Professor, Ihr Handschuh ist kaputt" Leben rettet. Er erzählt von seiner Schwester, die schwer verunglückte, als er zwölf war, und warum seine Berufswahl deshalb vielleicht kein Zufall war. Warum er als Führungskraft dreißig Prozent aller Projekte komplett streicht. Und dann kommt die Geschichte, die ich immer noch nicht ganz glauben kann: wie in der ersten Corona-Welle in Frankreich das Narkosemittel ausging und wie Macron, Le Maire und Merkel persönlich halfen, es über die Grenzen zu bringen.

Teil zwei kommt nächsten Samstag um 17 Uhr. Dann geht es um dich: was mit deiner Blutprobe wirklich passiert, warum das große Blutbild oft nichts bringt und was Marc in der Pandemie mit 30.000 Pflegebedürftigen erlebt hat.

Abonniere den Kanal, wenn du das nicht verpassen willst:
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

In diesem Business-Podcast geht es um ungefilterte Gespräche von erfolgreichen Persönlichkeiten. Gespräche, die inspirieren, bewegen und der jungen Generation Mut machen.
Podcast melden

„UNFILTERED Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz