Herr oder Sklave, wo stehst du? — Angestellte, Selbstständige,
Unternehmer, und die Frage, die fast keiner beantwortet hat. Diese
Folge ist um halb fünf Uhr morgens entstanden. Unser kleiner Sohn
hat uns nicht schlafen lassen, und bei mir ist das seit jeher so:
Wenn ich einmal wach bin, kommen die Gedanken. Ganz viele Dinge in
meinem Leben sind sehr früh am Morgen entstanden. Also habe ich das
Mikrofon angemacht, ohne Plan und ohne Strategie, und einmal
aufgeräumt. Es geht um die Prägung, die wir alle mitbekommen, lange
bevor wir überhaupt etwas wählen können. Bis zum siebten Lebensjahr
ist das meiste drin. Wir basteln uns aus dem, was man uns
beigebracht hat, eine Identität, und diese Identität gibt uns
Sicherheit. Und genau diese Sicherheit wirst du irgendwann in Frage
stellen müssen, wenn du etwas Eigenes aus deinem Leben machen
willst. Dazu kommt das Leistungssystem: Ohne gute Noten, ohne
Bravsein, ohne Funktionieren sind wir offenbar nichts wert. So
starten die meisten von uns mit acht, neun Jahren mit einem
Minderwertigkeitsgefühl ins Leben, das später alles steuert. Dann
die drei Welten. Die Welt der Angestellten: Du verkaufst deine
Lebenszeit, acht, zehn Stunden am Tag, für eine Summe, die immer
unter deinem Wert liegen muss, sonst rechnet sich die Firma nicht.
Das ist kein Vorwurf, das ist die Bauart. Du kannst den Job
wechseln, aber meistens wechselst du nur den Schreibtisch und nicht
das System dahinter. Und weil du innerlich genau weißt, dass da
mehr ist, kompensierst du: das Auto, das Haus, die Verpflichtungen.
Und dann bist du drin. Null Hebel. Wenn du nicht antrittst, ist es
vorbei. Die Welt der Selbstständigen: Der Ausbruch, der so oft im
schlimmsten Hamsterrad endet, das es gibt, nämlich im eigenen.
Selbst und ständig. Viele trauen sich nicht, ihren Stundenlohn
auszurechnen. Viele würden einmal in der Woche am liebsten alles
hinschmeißen. Und die, die es schaffen, landen im 12-,
14-Stunden-Tag, mit der Verantwortung für andere obendrauf. Der
Preis, das eigene Kind nicht jederzeit im Arm haben zu können, ist
zu hoch. Ich weiß, wie sich das anfühlt. Die Welt der Unternehmer:
Du bist kein Unternehmer, wenn du ständig da sein musst. Dann hast
du keine Firma, die Firma hat dich. Du bist Sklave deines eigenen
Unternehmens statt des Unternehmens eines anderen. Und die Frage,
die bleibt: Warum sind wir eigentlich hier? Um etwas zu erschaffen,
das am Ende einen finanziellen Wert hat? Oder um zu sein? Zum
Schluss lege ich dir noch einen vierten Weg aufs Buffet, mit dem
ich selbst seit 23 Jahren lebe. Keine Verkaufsschau. Ich bitte dich
nur um eins: Schau ihn dir mit derselben Unvoreingenommenheit an,
mit der du gerade die anderen drei angeschaut hast. Und dann steht
da eine Frage, die fast niemand für sich beantwortet hat: Wie geht
es für mich gut weiter? In einer Zeit, in der Technologie und KI
schneller denn je Arbeitsplätze ersetzen, darf man sich die ehrlich
stellen. Mein Tipp am Ende: Rede am besten dein ganzes Leben lang
nur mit Menschen, die da sind, wo du hinwillst, oder richtig gut
auf dem Weg dorthin. Alles andere ist vergebene Mühe. Wenn dich
diese Folge anspricht: Schreib mir einen Kommentar, gib mir fünf
Sterne, wenn es möglich ist, und schick sie an Menschen, die du zum
Nachdenken bringen möchtest. Der Song am Ende dieser Folge: „Ich
geh' meinen eigenen Weg" aus meinem Album „Hände im Sturm" Ich bin
Christian Rieken — Mentor, Podcaster, Musiker. Vom Berliner
Hinterhof zum eigenen Millionen-Unternehmen; heute lebe ich mit
meiner Familie in Panama. Schreib mir direkt auf Instagram — ich
antworte selbst: https://www.instagram.com/christianrieken
Kostenlose Masterclass „Der Ausweg":
https://christianrieken.com/masterclass.html Meine Alben
„Kurskorrektur" & „Hände im Sturm" — überall, wo es Musik gibt
https://christianrieken.com Mein Weg ist Empfehlungsmarketing. Dazu
stehe ich — und trotzdem gilt: Nicht die Firma macht dich
erfolgreich, sondern deine Entscheidung für deine Entwickl
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