Stell dir vor, du arbeitest dein Leben lang fleißig, du liebst
das Land in dem lebst und arbeitest, du wählst treu seit
Jahrzehnten dieselbe sozialdemokratische Partei. Und dann rechnet
dir eines Tages ein Freund vor: Dein Steuersatz beträgt in diesem
Jahr 102 Prozent. Mehr, als es eigentlich geben dürfte.
Genau das passierte 1976 Astrid Lindgren, der Frau, die uns Pippi
Langstrumpf schenkte. Ihre Antwort war kein Brandbrief und keine
Wutrede, sondern ein Märchen. Es hieß „Pomperipossa in
Monismanien", und es war so harmlos verpackt und so giftig in der
Sache, dass es ein ganzes Landerschütterte.
In dieser Folge erzählen wir, wie aus einer geliebten
Kinderbuchautorin die gefährlichste Oppositionelle Schwedens
wurde. Wir folgen Pomperipossa, die feststellt, dass man Steuern
nur senken kann, indem man Schulden macht, und dieschließlich
beschließt, sich ein Brecheisen zu kaufen: Wenn der Staat schon
stiehlt, warum dann nicht auch sie?
Wir reden über einen Finanzminister, der sie als rechenschwach
abkanzelte und sich damit selbst blamierte, über einen Regisseur,
der aus Protest das Land verließ, und über eine Wahl, die nach 44
Jahren eine Ära beendete. Und wir fragen: Was passiert mit einer
Gesellschaft, die ihre fleißigsten Bürger nichtbelohnt, sondern
bestraft?
Ein bitterböses Steuermärchen, fast fünfzig Jahre später
erschreckend aktuell in einem Land, dessen Institutionen für
einige Menschen weit mehr als 50% ihrer Arbeitsleistung per
Steuern und Abgaben verlangen.
Hört rein und fragt euch am Ende: Wo liegt eigentlich eure eigene
Schmerzgrenze?
Hier geht´s zu einer gekürzten deutschen Übersetzung des
Märchens:
Pomperipossa in Monismanien
Weitere Titel zum Thema:
Auberon Herbert – VoluntarismusFrédéric Bastiat – Was man sieht
und was man nicht siehtEugen Richter – Sozialdemokratische
ZukunftsbilderHerbert Spencer – Soziale Statik Für mehr Literatur
zur individuellen Freiheit und Wirtschaftsgeschichte klicke hier
(oeconimus.com)
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