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Auto Hell Dunkel
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  4. 300.000 Kilometer und eine wilde Möhre
Diese Folge beginnt mit einer Farbliste, die ungefähr so spannend
klingt wie der deutsche Straßenverkehr inzwischen aussieht: weiß,
grau, schwarz, silber und dazwischen gelegentlich ein Auto, bei
dem irgendwann tatsächlich jemand mutig das Kreuz bei „Gelb“
gesetzt hat.

Damit sind wir auch schon mitten im ersten Thema. Wo sind
eigentlich all die Farben geblieben? Warum war Gelb einmal eine
Performance Farbe? Weshalb sehen selbst vermeintlich langweilige
Autos plötzlich großartig aus, nur weil sie nicht aussehen wie
ein Büroparkplatz? Und warum löst ein alter Audi A2 in
Quietschgelb inzwischen mehr Freude aus als manches neue Auto mit
500 PS?

Danach gibt es endlich die Auflösung des wohl beklopptesten
Maschinenhort Gewinnspiels bisher. Die am Furkapass versteckte
Porsche Zündspule wurde tatsächlich gefunden. Simon und Tom sind
dafür kurzerhand einen Tag in die Schweiz gefahren, haben das
Ding vom Vordach des Belvedere geholt, waren ganze 15 Minuten vor
Ort und sind anschließend wieder nach Hause gefahren. Für drei
Kästen Bier.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich festhalten: So viel
Konsequenz verdient Respekt.

Hannes knackt währenddessen mit Elfie die magische Marke von
300.000 Kilometern. Und statt in Trauer zu verfallen, stellt sich
eher Erleichterung ein. Denn ein Porsche mit Steinschlägen,
Bremsstaub, Insekten auf der Front und echten Geschichten ist am
Ende vielleicht genau das, was ein Porsche sein sollte. Wer seine
Kilometer für den nächsten Besitzer spart, hat möglicherweise
etwas Entscheidendes nicht verstanden.

Sascha wiederum war mit dem S500L in Österreich und ist endgültig
der Meinung, dass eine zwanzig Jahre alte S Klasse eigentlich
alles kann, was man braucht. Sie fährt leise, entspannt,
verbraucht erstaunlich wenig und behandelt ihren Fahrer noch wie
einen Erwachsenen. Kein Dauerpiepen, kein erzieherischer
Eingriff, kein digitaler Hausmeister. Dafür echtes Leder,
Holzlenkrad und das Gefühl, Manfred Krug sei gerade persönlich
auf dem Beifahrersitz eingestiegen.

Natürlich reden wir auch darüber, wie aus solchen Autos
irgendwann mattschwarze Endverbraucherfahrzeuge mit sechs
Auspuffrohren, Linglong Felgen und fragwürdigen AMG Emblemen
werden. Der Grat zwischen dezent und Frankfurter Bahnhofsviertel
ist manchmal sehr schmal.

Im Männerhort wurde derweil erstmals richtig groß gefeiert. Mit
Foodtruck, Burgern, rund 50 Leuten und einem Starkregen, der den
Hof am Ende in ein kleines Binnengewässer verwandelte. Hannes
verlor sein Handy knöcheltief in der Brühe, ein Honda NSX
erzeugte eine Bugwelle und ganz nebenbei entstand die Idee, dass
man den Männerhort vielleicht irgendwann tatsächlich als
Eventlocation vermieten könnte.

Dazu gibt es 90er Jahre Fernsehmoderatoren, Röhrenfernseher,
Bobby Flitter, die Frage, ob DJs heute überhaupt noch auflegen,
Paul Kalkbrenner mit Autoleidenschaft, Non Approved in Polen,
Luft und Liebe in Leipzig und die Aussicht auf weiteres automobil
angehauchtes Geocaching.

Und während Sascha langsam zum Ende kommen möchte, packt Hannes
schon wieder den Bulli. Ziel diesmal: vier Tage Technofestival
bei der Wilden Möhre.

Mit anderen Worten: 300.000 Kilometer Porsche, drei Kästen Bier
und genug Themen für mindestens vier andere Podcasts.

Haltet die Möhre hoch und viel Spaß mit der neuen Folge
Maschinenhort.
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„300.000 Kilometer und eine wilde Möhre“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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