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  4. Stimmen aus Ruinen – eine literaturgeschichtliche Begehung Berlins nach 1945
Nach 1945 war Berlin nicht nur physisch zerstört, sondern auch
literarisch-kulturell eine Stadt der Abbrüche wie der verlorenen
Enden und Ansätze. In den Texten der unmittelbaren Nachkriegszeit
spiegelt sich diese Erfahrung von Leere, Schweigen und Verlust
ebenso wie die neuerliche Suche nach Ausdrucksformen und Deutungen
jener schmerzlichen Situation, in der man sich wiederfand.

Die Veranstaltung „Stimmen aus Ruinen“ widmet sich
unterschiedlichen Perspektiven auf das literarische Berlin nach dem
Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie
Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Dagebliebene und Exilierte
wie Martin Kessel, Wolfgang Koeppen, Gabriele Tergit, Günter Anders
u.a. die zerstörte Stadt wahrnahmen, erinnerten und neu verorteten.
Sie alle deuteten jene als Schauplatz weitreichender politischer
Umbrüche, als Projektionsfläche geistiger Selbstvergewisserung und
als Allegorie anhaltender Spannungen und Ambivalenzen, die nicht
zuletzt im Berlin des beginnenden Kalten Krieges aufzuspüren
waren.

Einen neuen Blick auf die Literatur dieser Zeit bietet das Buch
„Die leere Zentrale. Berlin, ein Bild aus dem deutschen Nachkrieg“
des Literaturwissenschaftlers Till Greite. Im Zentrum der
Veranstaltung steht ein Gespräch zwischen ihm und der Historikerin
Hélène Miard-Delacroix, begleitet wird dieses durch eine Lesung von
Originaltexten aus Ost und West.
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„Stimmen aus Ruinen – eine literaturgeschichtliche Begehung Berlins nach 1945“

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