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  4. Spuren im Leben – politische Haft und Zwangsarbeit im DDR-Strafvollzug
In der SED-Diktatur war Freiheitsentzug nicht nur Strafe, sondern
auch ein Instrument staatlicher Repression.

Als politischer Gefangener der DDR gilt, wer wegen eines
politischen Straftatbestandes, wie z. B. „ungesetzlichem
Grenzübertritt“, inhaftiert wurde. Zudem sind auch Menschen
umfasst, die aus politischen Gründen und oft unter konstruierten
Vorwürfen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Abhängig von der
Definition schwankt die Anzahl der Betroffenen: Nach
Expertenschätzungen ist vom Beginn der DDR im Jahr 1949 bis zu
ihrem Ende 1989 von etwa 200.000 politischen Gefangenen
auszugehen.

Die Gründe für politische Inhaftierung waren vielfältig. Sie
reichten von strafrechtlichen Paragrafen wie „staatsfeindliche
Hetze“, „ungesetzliche Verbindungsaufnahme“ und „Zusammenrottung“
bis hin zum Ausreisebegehren. Auch Jugendliche wurden inhaftiert,
wenn sie durch nonkonformes Verhalten auffielen.

Zwangsarbeit war integraler Bestandteil politischer Haft in der
DDR. In vielen Haftanstalten mussten Inhaftierte für staatliche
oder westliche Firmen, etwa IKEA oder ALDI, produzieren. Die
Einnahmen flossen in die Staatskasse der DDR. Bei der
verpflichtenden Arbeit im Strafvollzug waren die Gefangenen
erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da Sicherheitsstandards
vernachlässigt wurden. Wer die Arbeit verweigerte, riskierte
Bestrafungen bis hin zu Einzelhaft.

Über die juristische und moralische Aufarbeitung dieser
wirtschaftlichen Ausbeutung gibt es anhaltende Debatten.
Institutionen und Verbände setzen sich seit Jahren dafür ein, dass
gesundheitliche Folgeschäden anerkannt und die Betroffenen
entschädigt werden.

In der Veranstaltung kommen Zeitzeugen und Experten miteinander ins
Gespräch. Gemeinsam blicken sie auf die Strukturen und Bedingungen
politischer Haft in der DDR und diskutieren den aktuellen Stand der
Aufarbeitung – insbesondere im Hinblick auf Haftzwangsarbeit und
ihre Folgen.
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„Spuren im Leben – politische Haft und Zwangsarbeit im DDR-Strafvollzug“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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