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  4. 54: Grenzenlose Texte. Mariana Arrién über Valeria Luiselli und die Literatur als Archiv der Leerstellen

Als Archiv wird gemeinhin eine systematische Sammlung und
Aufbewahrung bestimmter Dokumente bezeichnet, die beispielsweise
von historischer oder rechtlicher Bedeutung sind. Sie spielen
unbestreitbar eine wichtige Rolle für das kollektive Gedächtnis
und die Aufarbeitung des Vergangenen. Was jedoch mit diesen
allgemeinen Definitionen ausgeklammert wird, ist, dass Archive
auch mit Macht verbunden sind und unweigerlich Lücken aufweisen.
Mariana Arrién, ehemalige Studentin der Romanistik Wien erzählt
uns wie Valeria Luisellis Essay Los niños perdidos und ihr Roman
Desierto sonoro an die Idee des lückenhaften Archivs anknüpfen
und dabei selbst so manche Lücke füllen.


Interview: Stefanie Mayer


Schnitt: Mariana Arrién


Textpassage aus: Luiselli, Valeria (2019): Desierto sonoro.
Ciudad de México: Sexto Piso





Zum Weiterlesen:


Luiselli, Valeria (2016): Los niños perdidos. Ciudad de México:
Sexto Piso


Agamben, Giorgio (2003): Was von Auschwitz bleibt: Das Archiv und
der Zeuge. Berlin: Suhrkamp.


Foucault, Michel (1981): Die Archäologie des Wissens. Berlin:
Suhrkamp.

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