Warum scheitern wir trotz immer mehr Daten, Wissen und besseren
Modellen daran, komplexe Probleme zu kontrollieren? Vielleicht
liegt der Fehler genau in unserem Drang, ständig einzugreifen. Der
chinesische Philosoph Zhuangzi entwickelte vor mehr als 2.000
Jahren mit Wu Wei eine radikale Alternative: Nicht-Handeln.
Allerdings ganz anders, als wir diesen Begriff heute gewöhnlich
verstehen. Heute geht es um Daoismus, Wu Wei und die Grenzen
unserer Rationalität. Was hat Zhuangzis berühmte Geschichte vom
Koch mit moderner Entscheidungstheorie zu tun? Warum erinnert der
Daoismus an Herbert Simons Konzept der begrenzten Rationalität? Und
weshalb können mehr Wissen, mehr Kontrolle und bessere Modelle in
einer komplexen Wirklichkeit sogar zum Problem werden? Gerade
angesichts von Künstlicher Intelligenz, Klimawandel, globaler
Wirtschaft und gesellschaftlichen Krisen ist diese alte Philosophie
überraschend aktuell. Zhuangzi stellt eine unbequeme Frage: Müssen
wir lernen, besser zu handeln oder manchmal lernen, nicht gegen die
Wirklichkeit anzukämpfen? Dabei führt Wu Wei noch weiter: zu
Nicht-Wissen, Stille, Leere und schließlich zur Frage, welche Rolle
unser eigenes Ich beim Versuch spielt, die Welt zu kontrollieren.
Neue Ausgaben immer donnerstags, 19 Uhr. 0:00 Intro 0:33 Wu Wei –
Die Kunst, nicht einzugreifen 2:19 Die Matrix unserer Begriffe 7:20
Begrenzte Rationalität und die Sehnsucht nach Kontrolle 9:07 Wie Wu
Wei zur Philosophie wurde 16:16 Der Koch, das Schweigen und der
Verlust des Ichs 26:25 Was Wu Wei heute bedeuten kann Moderation,
Recherche & Skript: Gert Scobel Zeichnungen: Claus Ast Eine
Produktion der probono Fernsehproduktion GmbH: Anja Görner,
Friedrich Küppersbusch, Jürgen Ohls, Kim Plettemeier, Maxie Römhild
und René Fischell Mit Unterstützung von: Alexander Hollmer,
Annluise-Sophie Schröter, Arne Clasvogt und Pascal Hadré Finanziert
wird dieser Kanal vom gemeinnützigen AVE Institut für Achtsamkeit,
Verbundenheit, Engagement ( https://ave-institut.de/). Fragen und
Anregungen gerne jederzeit per Mail an scobel@probono.tv. Und
Tschüss. #scobel
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