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Beschreibung
vor 10 Monaten
Die Erzählung bzw. literarische Skizze "Drei auf dem Bodensee"
von Kurt Tucholsky mit einer kurzen Einführung.
Der Autor beobachtet in der prägnanten Milieustudie mit
messerscharfem Blick drei Menschen, die durch das „Band des
Geldes und der Geltung“ untrennbar miteinander verwoben sind:
Der Vater: Ein harter Geschäftsmann, dessen Nerven noch im
Takt der Stadt vibrieren und der selbst im Urlaub die Haltung des
Wettkampfes nicht ganz ablegen kann.
Die Mutter: Eine Frau von Welt, deren Gesicht im
wechselnden Licht der Seeoberfläche zwischen eleganter Dame,
sportlicher Golfspielerin und Mutter changiert – stets
kontrolliert und unnahbar.
Der Sohn: Ein elfjähriger Junge, der bereits Arroganz
gelernt hat und die Welt nur von ihrer mühelosen Seite kennt.
Was uns der Text heute sagt:
„Drei auf dem Bodensee“ ist mehr als eine Reisebeschreibung; es
ist eine Analyse von Klasse, Distanz und Privileg.
Tucholsky zeigt uns, wie Reichtum eine unsichtbare Mauer
errichten kann, die diese „kleinen Könige“ vom Rest der Welt
trennt. Acht Schritte entfernt und doch zwei Welten weit.
Ich freue mich über Eure Kommentare
Konzept und Sprecher: C. Schulz
Wer mich als Sprecher buchen möchte, erreicht mich unter
gut.gesagt@gmx.de.
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