Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Sei doch nicht besteuert! Podcast
  4. #206: Hochsteuerland Deutschland? Der große Realitätscheck im OECD-Vergleich
Nur Belgien nimmt seinen Bürgern mehr weg als Deutschland – mit
einem Steuer- und Abgabenkeil von 49,3 Prozent für alleinstehende
Durchschnittsverdiener liegt Deutschland laut aktuellem
OECD-Vergleich auf Platz zwei von allen untersuchten Ländern. Dabei
entfällt weniger als ein Drittel dieser Last tatsächlich auf
Steuern – der Rest sind Sozialabgaben, bei denen die
Arbeitnehmerseite mit 17,76 Prozentpunkten deutlich über dem
OECD-Durchschnitt liegt. Zum Vergleich: Länder wie die Schweiz,
Irland, Japan, Kanada, die USA oder Großbritannien kommen auf einen
Abgabenkeil von nur rund 30 Prozent – und das sind alles keine
Länder, die für soziale Kälte bekannt sind. Wir ordnen ein, warum
diese Zahlen 2027 noch unvorteilhafter werden könnten, wenn die
GKV-Beitragsbemessungsgrenze einmalig um 300 Euro monatlich auf
voraussichtlich rund 6.400 Euro steigt. Bei Unternehmen zeigt sich
ein ähnliches Bild: Mit rund 30 Prozent Körperschaft- und
Gewerbesteuer liegt Deutschland deutlich über Ländern wie Ungarn,
Bulgarien oder Zypern mit nur rund 10 Prozent – nur Japan und Malta
besteuern Unternehmensgewinne noch stärker. Bei Vollausschüttung
landet Deutschland bei einer Gesamtbelastung von etwa 48,6 Prozent,
während Kanada, Dänemark und Großbritannien sogar auf 55 Prozent
kommen. Seit der letzten großen Steuerreform 2008 hat sich
strukturell wenig getan – wegen Schuldenbremse und
Rentenfinanzierung ist laut unserer Einschätzung auch künftig keine
große Reform in Sicht, trotz der ab 2028 geplanten Reduzierung der
Körperschaftsteuer. Wir erklären außerdem, warum der reine
Steuersatz nicht alles ist: Der in Deutschland bei der
Gewerbesteuer ausgeschlossene Verlustrücktrag nach § 8 GewStG, die
Hinzurechnungsvorschriften und die Frage, ob die eigentlich
aufkommensneutral gedachte Grundsteuerreform de facto zur
Steuererhöhung durch die Hintertür wird, spielen für die
tatsächliche Belastung eine mindestens ebenso große Rolle. Ganz
anders sieht es bei der Umsatzsteuer aus: Hier steht Deutschland
mit seinem Regelsatz gut da – nur Malta und Luxemburg liegen in der
EU noch niedriger. Wir rechnen vor, warum eine Anhebung um nur
einen Prozentpunkt bereits 15 bis 16 Milliarden Euro Mehreinnahmen
bringen würde, und warum die Politik trotzdem lieber an anderen
Stellschrauben dreht. Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf
Spitzensteuersätze im internationalen Vergleich – angeführt von
Japan – und erklären, warum auch dieser Wert wenig über die
tatsächliche Belastung aussagt, wenn steuerfreie Immobilienverkäufe
und Begünstigungen beim Unternehmensverkauf gegenläufig wirken.
Unser Fazit: Bei der Steuerquote im Verhältnis zum BIP steht
Deutschland international gar nicht so schlecht da – trotzdem
sprechen wir uns für eine niedrigere Steuerbelastung aus und
erklären, welche Effekte auf Investitionsbereitschaft,
Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung dahinterstecken. Nähere
Informationen zum Podcast und alle bisherigen Folgen findest Du auf
unserer neuen Website: https://www.steuer-podcast.de/ Schau gern
mal vorbei und stell uns Deine Frage! Du willst deine
Einkommensteuererklärung selbst über ELSTER machen, aber dabei
keinen Cent liegen lassen? Dann sicher dir das neues Buch: „Sei
doch nicht besteuert“ (Erweiterte & aktualisierte Ausgabe 2026)
https://amzn.eu/d/0aKeCQmB Mit Widmung: www.rombach.de/steuerfabi
Hier findest Du unsere Kontaktdaten, um bei steuerberaten.de
Mandant zu werden oder eine einmalige Steuerfrage zu stellen:
https://www.steuerberaten.de/kontakt/ Du hast Fragen oder
Anmerkungen zum Podcast? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an:
podcast@steuerversum.de
Episode melden

„#206: Hochsteuerland Deutschland? Der große Realitätscheck im OECD-Vergleich“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz