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Deutschland bzw. Österreich und seine Migration

Graz, Oktober 2025

Migration war das Thema des jüngsten Wahlkampfes. Und zwar gleich
in der Form einer Frage von unser aller Sicherheit, wofür ein
paar Attentate den passenden Anlass gaben. Die wurden von
Politikern quer durch das demokratische Spektrum mit dem
Migrationshintergrund der Attentäter zusammengeschlossen in einer
dreist-absurden Weise, die offenbar ins geistig-moralische
Repertoire ihres Berufsstandes gehört. Migration gilt aktuell als
Problem für „unsere Sicherheit“, generell als Gefahr für ein Ding
namens „unsere Kultur und Identität“. Das darf sie auf keinen
Fall sein, wofür die Politik endlich zu sorgen hat; darüber
besteht Einigkeit. Und gleichzeitig wird ebenfalls ziemlich
einhellig beteuert, dass Migration, eben nützliche,
selbstverständlich auch weiterhin sein muss: „für unseren
Standort“, „für unseren Wohlstand“, irgendwie auch für „unsere
Zukunft“ und diese Dinger. Beteuerungen dieser Art sind
eigenartig. Sie unterstellen nämlich erstens bei denen, an die
sie sich richten, den Glauben, letztlich und eigentlich wäre es
ein großes Privileg, dieses Land als „Heimat“ bewohnen zu dürfen,
die man sich darum eigentlich nicht mit Fremden zu teilen
braucht; um sie aber zweitens mit Verweisen auf den Nutzen, den
sie als Deutsche von den Leistungen der Migration haben, mit der
dauerhaften Anwesenheit von Fremden zu versöhnen. Weder beim
Stolz auf ein „Wir“, das eigentlich keine Fremden verträgt, noch
bei der verordneten Duldung der Fremden als Nützlinge für „uns“
darf es die so angesprochenen Deutschen irritieren, dass „ihre
Heimat“ für sie mehrheitlich exakt die öden Rollen vorsieht, in
denen sie dann, wenn überhaupt, auch ihren 30% Zeitgenossen „mit
Migrationshintergrund“ begegnen: auf dem Arbeitsmarkt, auf dem
Wohnungsmarkt, in den Wartelisten bei staatlichen Ämtern und bei
Kassenärzten … Darum kümmern sich engagierte, volksfreundliche
Politiker, die auch für die regelmäßig in Hass umschlagende
Xenophobie ihres Volkes ein offenes Ohr haben. Die organisieren
also beides: die Migration und die Lebendigkeit eines
patriotischen Herr-im-Haus-Standpunkts, der mit Migration immer
so schlecht zurechtkommt. Für beides haben sie ihre Gründe. Die
erklärt der Vortrag.

00:00 Einleitung

09:15 1. Warum zu einer Nation wie Österreich Migration objektiv
dazugehört

27:15 2. Zur Migration gehört die Integration, und die steht im
Widerspruch zum exklusiven Verhältnis des Staates zu seinen
Bürgern
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„Deutschland bzw. Österreich und seine Migration“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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