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Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen
Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Ein Paar einigt sich auf den See mit Bergblick, beide sind leicht
enttäuscht, und der Urlaub findet statt. Dieselbe Figur heißt in
den Nachrichten gern „fauler Kompromiss“. Wie kommt es, dass die
Form, die unseren Alltag zusammenhält, öffentlich so verachtet
wird? Diese Episode geht dem systemtheoretisch nach: Luhmanns
Nachrichtenwerte erklären, warum Einigung medial unsichtbar
bleibt, während Konflikt alle Selektionskriterien erfüllt. Die
Legitimation durch Verfahren zeigt, worin die eigentliche
Leistung des Kompromisses liegt: Er erzeugt Akzeptanz ohne Sieger
und hält die Auseinandersetzung gewaltfrei fortsetzbar. Konflikte
erscheinen dagegen als parasitäre Systeme, die ihr Wirtssystem
aufzehren – der Kompromiss ist die Immunleistung, die ihnen den
Nachschub entzieht. Mit von Foerster wird schließlich klar, warum
Kompromisse genau dort nötig sind, wo keine Seite recht haben
kann: bei prinzipiell unentscheidbaren Fragen, für deren
Beantwortung wir selbst Verantwortung tragen. Ein guter
Kompromiss ist die Lösung, mit der niemand ganz zufrieden ist -
und die Unzufriedenheit beweist, dass beide Seiten noch da sind.
Am Ende zwei Werkzeugfragen für Führung und Alltag und die
Einladung, die eigene letzte Kompromiss-Erzählung noch einmal
anzuschauen.
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