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Beschreibung
vor 1 Woche
Diese Folge ist persönlich.
Es geht um einen alten Konflikt zwischen mir und Hagen Decker –
und darum, warum daraus heute ein Neubeginn geworden ist.
Vor über einem Jahr hatte ich Hagen in einer Selbsthilfegruppe
kennengelernt. Damals war ich clean, aber innerlich noch lange
nicht stabil. Ich hatte gerade erst wieder gelernt, Emotionen
wahrzunehmen. Aber ich konnte sie oft noch nicht richtig
einordnen oder regulieren.
Die Gruppe fand in Neukölln statt, in der Nähe von Sonnenallee
und Hermannstraße. Für viele ist das einfach ein Ort in Berlin.
Für mich war es damals ein massiver Trigger, weil diese Gegend
eng mit meiner früheren Polamidon-Zeit verbunden war.
Ich kam also schon angespannt dort an.
Als ich dann über die Schwere meiner Polytoxikomanie sprach und
mich nicht richtig verstanden fühlte, traf mich das tief. Später
fiel noch ein Witz, den ich heute vielleicht ganz anders
einordnen würde. Damals aber berührte er meine Scham, meine Angst
und das Gefühl, vielleicht nicht mehr erreichbar zu sein.
Aus Verletzung wurde Kritik.
Aus Kritik wurde Aufmerksamkeit.
Aus Aufmerksamkeit wurde Fixierung.
Heute sehe ich klarer: Meine Gefühle waren echt. Aber meine
damalige Bewertung war nicht vollständig frei. Mein Nervensystem
war im Alarm. Ich projizierte. Ich suchte Bestätigung. Und KI
verstärkte meine Sicht damals eher, als sie kritisch zu prüfen.
Irgendwann wusste ich: Es reicht.
Ich schrieb Hagen. Ich löschte die alten Artikel und die
dazugehörigen Podcast- und Videofolgen. Wir sprachen uns aus. Das
Thema ist zwischen uns abgehakt. Bis heute gibt es immer wieder
positiven Kontakt.
Diese Folge ist keine neue Kritik an Hagen.
Sie ist ein Abschluss.
Und ein Neubeginn.
Es geht um:
- frühe Recovery und emotionale Dysregulation
- Trigger-Orte und alte Konsum-Erinnerungen
- Projektion in der Suchthilfe
- Gruppendynamik, Scham und Verletzlichkeit
- KI als Bestätigungsschleife
- negative Bindung durch Kritik
- warum alte Konflikte nicht ewig weitergetragen werden müssen
- Stigma und Geldprobleme in der Suchthilfe
- warum Podcasts, Webseiten und Selbsthilfegruppen wichtige
niedrigschwellige Brücken sind
- warum Suchthilfe weniger Lagerkampf und mehr Menschlichkeit
braucht
Die wichtigste Botschaft:
Manchmal bedeutet Heilung nicht, weiter recht zu haben.
Manchmal bedeutet Heilung, zu erkennen, dass man aus einer alten
Wunde heraus gekämpft hat – und dann aufzuhören.
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus innerer Freiheit.
Mehr Artikel, Tools und anonyme Selbsthilfe:
anonym-suchthilfe.de
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