Patrick wollte ursprünglich auf keinen Fall den ganzen Tag vor
einem Computer sitzen. Wie er trotzdem zum Softwareentwickler
wurde, warum ihm konzentriertes Arbeiten so wichtig ist und wie
der Schritt in die Selbstständigkeit gelang.
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Die wichtigsten Erkenntnisse:1. Wenn dich
fokussierte Arbeit erfüllt, aber ständige Meetings und
Unterbrechungen dich auslaugen, ist das ein starkes Signal für
die Richtung, die du einschlagen solltest.
2. Lösungen kommen oft, wenn man loslässt: eine bewusste Pause
nach intensiver Fokusarbeit bringt manchmal mehr als stures
Weiterarbeiten.
3. Rechne dir das Worst-Case-Szenario aus: Mit einem
Sicherheitsnetz aus Ausbildung, Familie und Arbeitsmarkt im
Rücken ist das Risiko meist kleiner, als es sich anfühlt.
Worum es in dieser Folge geht:
Patrick wollte ursprünglich alles, nur nicht Informatik, weil er
nicht den ganzen Tag vor dem PC im Büro sitzen wollte. Also
machte er eine Lehre als Automatiker, wechselte während der Lehre
aber selbst schon vom Werkstatt- in den Büroalltag als
Elektroplaner und merkte, dass ihn das nicht bis zur
Pensionierung erfüllen würde. Nach einem kurzen Flirt mit einer
Pilotenausbildung entschied er sich für ein Studium in
Wirtschaftsinformatik, halb Betriebswirtschaft, halb
Programmieren.
Nach dem Studium blieb er sechs Jahre bei dem Unternehmen, für
das er schon seine Bachelorarbeit geschrieben hatte, ein kleiner
Betrieb mit kurzen Wegen und viel Gestaltungsspielraum. 2022
wechselte er für eine neue Herausforderung in ein grösseres
Unternehmen, mit mehr Regulatorien, mehr Komplexität und deutlich
mehr Meetings, als er es aus dem kleinen Betrieb gewohnt war.
Den Wunsch nach Selbstständigkeit trug er schon lange mit sich,
die Freiheit, sich die Zeit selbst einzuteilen, ohne
Vorschriften. Verstärkt hat das eine Weltreise vor zwei Jahren,
nach der die Rückkehr in den klassischen Bürojob schwerfiel, und
die Entdeckung der Indie-Hacker- und Solopreneur-Szene, wo Leute
eigene kleine Projekte bauen und oft ortsunabhängig als digitale
Nomaden arbeiten.
Ausschlaggebend war am Ende auch die Rechnung dahinter: Die
Schweiz bietet ein Sicherheitsnetz, Ausbildung, Familie, genug
Jobs, falls es nicht klappt. Das Risiko, es einfach zu versuchen,
wog für ihn weniger schwer als die Chance, die es bietet.
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