Wie viel Schuld empfinden wir gegenüber Russland?

Wie viel Schuld empfinden wir gegenüber Russland?

vor 5 Tagen
Deutschland hat einen verbrecherischen Krieg gegen die Sowjetunion geführt – aber die Erinnerung gilt vor allem Russland, nicht den anderen Ländern. Warum eigentlich?
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Beschreibung

vor 5 Tagen
Geschichtspolitik ist ein Fundament der Ideologie Wladimir Putins.
Der russische Herrscher begründete den Überfall auf die Ukraine mit
dem angeblichen Betrug des Westens an Russland – und mit der
Vergangenheit. Die Geschichte Russlands lässt er systematisch
umschreiben. Rüdiger von Fritsch hat als ehemaliger deutscher
Botschafter in Moskau erlebt, wie Putin Geschichtspolitik betreibt.
Gleichzeitig hat er sich mit der Vergangenheit seiner eigenen
Familie auseinandergesetzt: Sein Vater trat früh der NSDAP bei, war
an der deutschen Besatzung Litauens beteiligt und hielt bis zu
seinem Tod an seinen Überzeugungen fest. In diesem »Ostcast«
sprechen Alice Bota und Michael Thumann mit Rüdiger von Fritsch
über den Umgang mit der deutschen Vergangenheit nach dem Zweiten
Weltkrieg. In seinem Buch »Die Geschichte in mir« beschreibt von
Fritsch die schwierige Auseinandersetzung mit seinem Nazi-Vater und
erzählt, wie sie seine Arbeit als Diplomat in Polen und Russland
geprägt hat. Was bedeutet es, wenn Geschichte nicht aufgearbeitet
wird? Welche Verantwortung ergibt sich daraus für Deutschland?
Welche Rolle spielen historische Schuld und Verantwortung im
Verhältnis zu Russland, der Ukraine und Belarus? Und wie können wir
damit umgehen, wenn Wladimir Putin mit seiner Geschichtspropaganda
die deutsche Gesellschaft verunsichert? Alle drei Wochen sprechen
wir im »Ostcast« über Politik und Gesellschaft der osteuropäischen
Länder. Alice Bota berichtet von ihren Gesprächen und Erfahrungen
in Osteuropa, Michael Thumann erzählt von seinen Begegnungen und
Reisen in Russland und den Nachbarländern. Literatur: - Rüdiger von
Fritsch: »Die Geschichte in mir. Eine deutsche Familie im 20.
Jahrhundert«. Siedler Verlag, 2026. - Grzegorz Rossoliński-Liebe:
»Stepan Bandera. Leben und Kult«. Wallstein Verlag, 2025. [ANZEIGE]
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