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  3. Denkfabrik Medizin Podcast
  4. Folge 42: Every Patient tells their story
Zwei Patienten, beide 28 Jahre alt, kommen mit Arthritis,
Hautausschlag und Müdigkeit. Bei der jungen Frau hat man sofort ein
Bild vor Augen – beim jungen Mann gerät das Denken ins Stocken.
Woran liegt das? In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen
Ingo und Andreas darüber, wie stark Geschlecht und Alter die
Prätestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung verschieben – und warum
es sich lohnt, die Geschlechtsverteilung von Anfang an mitzudenken.
Aus einer früher einmal flapsig hingeworfenen Bemerkung („das ist
eine Männer-“ bzw. „eine Frauenkrankheit“) wird ein ernst gemeintes
diagnostisches Werkzeug. Als roten Faden nutzen die beiden zwei
Konzepte, die sich durch die ganze Folge ziehen: das Illness-Script
– die persönliche „Karteikarte“ zu jeder Erkrankung in unserer
inneren Bibliothek – und das Base-Rate-Denken, also die Frage, wie
häufig eine Erkrankung in genau dieser Patientengruppe überhaupt
ist. Am Ende bleibt eine einfache Botschaft: Die Base-Rate denkt
immer mit. Wer Geschlecht und Alter von Anfang an einbezieht, kommt
zu einer fokussierteren, begründeten Differentialdiagnose – und
läuft seltener in die Irre. Als grobe Faustregel: Ab etwa 3:1 lohnt
sich der bewusste Blick auf die Geschlechtsverteilung, ab 10:1
betrifft eine Erkrankung fast nur ein Geschlecht. Jetzt reinhören
und mitdenken. Wie in der Folge angekündigt, findet ihr hier
zusätzlich eine Übersicht (PDF) mit Erkrankungen, die eine
deutliche Frauen- bzw. Männerprädominanz zeigen:
https://tinyurl.com/33e3v7w9 Wir freuen uns über Feedback und
Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps:
Rolf Dobelli – „Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die
Sie besser anderen überlassen“ Hanser 2011 – ISBN 978-3-446-42682-5
(Base-Rate-Neglect, das Beispiel „Markus“) Danielle Ofri – „What
Patients Say, What Doctors Hear“ Beacon Press 2017 – ISBN
978-0-8070-6263-0 (Zuhören und die durchschnittliche Unterbrechung
nach ~18 Sekunden) Jerome Groopman – „How Doctors Think“ Houghton
Mifflin 2007 – ISBN 978-0-618-61003-7 (der Fall bei Dr. Falchuk –
das weiße Blatt Papier) Gerd Gigerenzer – „Risiko: Wie man die
richtigen Entscheidungen trifft“ C. Bertelsmann 2013 – ISBN
978-3-570-10103-2 (Risikokompetenz und das Denken in natürlichen
Häufigkeiten)
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„Folge 42: Every Patient tells their story“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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