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  3. Die Geldfrage Podcast
  4. Können die USA es sich leisten, Europa bei KI auszusperren?
Die USA haben Europa den Zugang zu Claude Mythos, dem
leistungsstärksten Modell von Anthropic, gesperrt. Philippa
Sigl-Glöckner spricht mit Paul Görlich vom Dezernat Zukunft
darüber, ob ein vollständiger KI-Abschnitt Europas realistisch
ist und was das Szenario "Europe 2031", ein vielbeachtetes
Zukunftsbild einer Gruppe von KI-Experten, richtig und falsch
einschätzt.

Das Wichtigste:

Die US-Hyperscaler planen bis 2031 ungefähr 5,2 Billionen
Dollar Investitionsausgaben in KI-Infrastruktur. Allein 2026
werden rund 700 Milliarden Dollar ausgegeben, ungefähr dreimal so
viel wie das gesamte Apollo-Programm. Wer Europa ausschließt,
kann diesen Ausbau nicht refinanzieren.

Ein vollständiger Abschnitt Europas wäre für die US-Labs ein
doppeltes Eigentor: Er würde den Markt kampflos an chinesische
Open-Source-Modelle übergeben, die bereits heute nur ungefähr
vier bis sechs Monate hinter den amerikanischen Frontier-Modellen
liegen.

Europa hat kein eigenes Frontier-Modell und keinen
Chip-Hersteller auf NVIDIA-Niveau. Dafür hält es einen
entscheidenden Hebel weiter oben in der Wertschöpfungskette: ASML
und sein Exzellenzcluster aus deutschen Zulieferern wie Trumpf
und Zeiss produzieren die einzigen Maschinen der Welt, mit denen
Chips der neuesten Generation hergestellt werden können.

Die EU plant 20 Milliarden Euro für große Datenzentren, die
europäische Grundlagenmodelle trainieren sollen. Das Geld wäre
besser in Infrastruktur investiert, die KI-Modelle laufen lässt
statt sie zu trainieren, und in die Breitenadoption von KI im
Mittelstand.

Zum Nachlesen/Anschauen:

Programm der EMPN Conference (Link zum Stream auf LinkedIn, auf X
vormittags (9:30–13:30 CEST) und auf X nachmittags (14:00–18:00
CEST))

Europe 2031 Projekt

KI-Modellpreise

Adoption Index und Ausgaben für die USA

China & KI im High Capacity Podcast
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„Können die USA es sich leisten, Europa bei KI auszusperren?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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