Ep. 356: Stalin und die Kollektivierung der Landwirtschaft

Ep. 356: Stalin und die Kollektivierung der Landwirtschaft

vor 6 Tagen
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Beschreibung

vor 6 Tagen

Wie ist die Zwangskollektivierung, die Josef Stalin Anfang der
1930er-Jahre durchführen ließ, ökonomisch zu bewerten? Zunächst
ist festzuhalten, dass es sich nicht nur um ein wirtschaftliches
Programm handelte. Gewiss, man wollte die Produktivität der
Agrarwirtschaft erhöhen und dadurch genügend freie Arbeitskräfte
gewinnen, die in der neuen Industrie arbeiten konnten.


Zugleich verfolgte die Kollektivierung ideologische Ziele: Die
Einführung des Sozialismus bedeutete den radikalen Bruch mit der
Eigentumsordnung des Zarenreichs, weshalb man sich mit den
Großbauern anlegen musste. Auf Geheiß von Stalin wurde die
Kollektivierung temporeich und gewaltsam vorangetrieben.


Auch wenn Stalin bald in einem Artikel in der „Prawda“
zurückruderte und so tat, als habe er diese gewaltvollen Aktionen
nie gewollt, war völlig klar, worauf seine Anweisungen
hinauslaufen würden. Ökonomisch betrachtet, ebneten die brutalen
Maßnahmen den Weg zu einer erstaunlichen Industrialisierung. Wäre
es aber auch anders und zwar mit weniger Zwang und Repression
möglich gewesen?


Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen
Folge von „Wohlstand für Alle“!








Literatur:





Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the
Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.





Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion, 1917-1991.
Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates, C.
H. Beck.





Josef Stalin: "Vor Erfolgen von Schwindel befallen. Zu den Fragen
der kollektivwirtschaftlichen Bewegung", online verfügbar unter:


https://www.1000dokumente.de/Dokumente/Volltext:Stalin,_%27%27Vor_Erfolgen_von_Schwindel_befallen._Zu_den_Fragen_der_kollektivwirtschaftlichen_Bewegung%27%27#cite_ref-1








Termine:





Am 7.6. spricht Wolfgang mit Judith Schalansky in Köln:
https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky





Am 9.6. spricht Wolfgang mit Patrick Kaczmarcyk in Köln:
https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt








Schlager für Alle:





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