Familie gilt als etwas für immer. Aber was passiert, wenn Eltern
und Kinder einander den Rücken kehren? In dieser Folge sprechen
Leon und Atze über Kontaktabbrüche in Familien – ein Thema, das
viele betrifft und über das trotzdem erstaunlich wenig gesprochen
wird. Wir schauen auf die aktuelle Forschung: Wie häufig kommt ein
Kontaktabbruch tatsächlich vor? Und woran erkennt man den
Unterschied zwischen einer schwierigen und einer wirklich
schädlichen Beziehung? Außerdem geht es um Schuld, Trauer, Hoffnung
und die Frage, ob Distanz manchmal die gesündeste Form von Nähe
sein kann. Fühlt euch gut betreut Leon & Atze Instagram:
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Werbepartnern findet ihr hier: https://linktr.ee/betreutesfuehlen
Tickets: Atze: https://www.atzeschroeder.de/#termine Leon:
https://leonwindscheid.de/tour/ Quellen Arránz Becker, O., &
Hank, K. (2022). Adult children's estrangement from parents in
Germany. Journal of Marriage and Family, 84(1), 347–360.
https://doi.org/10.1111/jomf.12796 Blake, L. (2017). Parents and
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https://www.psychologytoday.com/us/blog/being-your-best-self/202106/what-adult-children-need-their-parents-to-understand
Reczek, R. (2026). Redoing family after estrangement. Journal of
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https://doi.org/10.1111/jomf.12898 Terra Xplore: Prof. Dr.
Krüger-Kirn erklärt überhöhte Mütter-Ideale.
https://www.youtube.com/watch?v=eZIx9GtNjws The New Yorker: Why so
many people are going no contact with their parents.
https://rhet315.domains.trincoll.edu/class-blog/wp-content/uploads/2024/11/ResearchOpinion-Why-So-Many-People-Are-Going-No-Contact-with-Their-Parents-_-The-New-Yorker.pdf
Uhrig, S. (2024, February 22). Warum Kinder den Kontakt zu ihren
Eltern abbrechen. Spektrum der Wissenschaft.
https://www.spektrum.de/news/warum-kinder-den-kontakt-zu-ihren-eltern-abbrechen/2196507
Empfehlungen Betreutes Fühlen: “Innere Konflikte - wie man sie
erkennt und was hilft” (05.05.2026):
https://betreutesfuehlen.podigee.io/343-innere-konflikte-wie-man-sie-erkennt-und-was-hilft
Redaktion: Julia Ditzer Produktion: Murmel Productions
Kommentare (1)
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Moin ihr zwei, dieses war die erste Folge, die ich von eurem Podcast gehört habe. Das Thema beschäftigt mich schon lange und ich dachte mir mir, mal gucken ,was die beiden dazu zu sagen haben.... Ich habe noch nicht bis zum Schluß zugehört, denn ich bin zugegebenermaßen gerade ziemlich emotional geworden, und möchte jetzt gerne direkt intervenieren. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass, wenn jemand seine Eltern ablehnt und sie als toxisch bezeichnet (Modewort hin oder her, es gibt viele Worte, die in aller Munde sind und sein dürfen - warum also dieses nicht?) -also, wer seine Eltern ablehnt, als toxisch bezeichnet oder die eigene Herkunftsfamilie als dysfunktional, der hat auch einen GRUND dafür. Für mich war es geradezu befreiend, als ich zum ersten Mal etwas über Gaslighting gelesen habe. Viele Jahrzehnte (!) lang habe ich mich gefragt, was mit mir nicht stimmt. Ich habe mich selbst immer als "falsch" wahrgenommen, bin voller Selbstzweifel durch's Leben gegangen, habe etliche Therapien gemacht...und immer habe ich mich gefragt: "Was war eigentlich so schlimm damals?" Ich wurde nicht misshandelt, nicht verlassen, nicht eingesperrt... Wenn ihr meine Eltern damals kennengelernt hättet, hättet ihr wahrscheinlich gedacht "alles super, richtig nette Leute". Nach außen hin eine heile Familie. aber wenn man Shit rosa anstreicht, bleibt Shit trotzdem Shit. Da kann man noch so viele Eimer rosa Farbe verbraten. Mein Vater war engagiert, hat sich mit uns Kindern beschäftigt, war an der Erziehung beteiligt. Alles ganz toll. Aber mein Vater hat mir ein Gefühl vermittelt, und es hat viele schmerzhafte Jahre gedauert, bis ich diesem Gefühl einen Namen geben konnte: "Wenn du nicht so bist, wie ich dich will, dann will ich dich nicht." (Es ist immer noch so schwer zu erklären, und auch jetzt habe ich wieder die alte Angst, nicht verstanden zu werden. ) Meine Gefühle wurden nicht anerkannt, Angst hat genervt, Wut wurde lächerlich gemacht, meine Wahrnehmung negiert und als übertrieben und blöd dargestellt (also das, was man heutzutage gaslighting nennt, das Wort, das mir endlich so vieles erklärt hat!) Demütigungen waren an der Tagesordnung, ich war "bekloppt" und "nicht ganz echt". Denn mein ach so engagierter Vater wollte nur eins: nach außen hin gut dastehen mit Kindern, die sich nach seinem Drehbuch verhalten. Ich habe nicht mitgespielt in diesem schlechten Film, im Gegensatz zu meinen Schwestern, und so wurde ich von ihm zum schwarzen Schaf gemacht. Und wir reden hier von einem kleinen siebenjährigen Mädchen, nicht von einer "pubertierenden Rotzgöre" (das ist jetzt nicht despektierlich gegenüber Teenagern gemeint!) oder einer undankbaren 36jährigen. Warum ich das alles erzähle? Jedenfalls nicht aus "fishing for..." Sondern weil ich euch vielleicht ein bisschen sensibilisieren möchte. Ihr hattet offensichtlich beide supertolle Eltern, was ich euch von Herzen gönne. Aber ist es da nicht ein bisschen vermessen, zu sagen, dass Leute, die ihre Eltern toxisch nennen, sich auch mal an die eigene Nase fassen sollten? Wart ihr dabei, wenn in diesen Familien, die nach außen hin ach so harmonisch wirkten, Abendbrot gegessen wurde, wenn abends das Licht ausging, und ein kleines Kind ausgeschimpft und abgelehnt wurde, weil es Angst hatte? Wenn man das tiefe Gefühl hat, falsch zu sein, und so, wie man ist, die Liebe der Eltern nicht zu verdienen, dann IST das toxisch, und im wahrsten Sinne ein Gift, das langsam eingeträufelt wird und eine kleine Seele dauerhaft krank macht. Und so etwas SIEHT von außen niemand und das Kind hat keine Worte dafür, mit denen es ich irgendjemandem anvertrauen könnte. Denkt bitte mal daran, dass die Kinder, die wir damals waren, sich nicht entscheiden konnten, ob sie ihre Eltern lieb haben oder nicht. Sie waren schlichtweg abhängig von der Liebe ihrer Eltern. Jahrelang habe ich gedacht, ich sei undankbar. Aber wenn Eltern alt und Kinder erwachsen sind, dann bekommen sie das zurück, was sie gegeben haben, davon bin ich überzeugt. Kein Mensch geht hin und sagt: "meine Eltern haben mich richtig gut behandelt, aber ich kann sie trotzdem nicht leiden." Vielleicht liege ich da falsch, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Es gibt immer einen Grund, auch wenn er nicht direkt sichtbar ist, wie schmutzige Kleider oder blaue Flecken. Vergeßt bitte nicht, dass das, was hinter der geschlossenen Wohnungstür einer nach außen hin heilen Familie geschieht, keiner sieht und keiner hört. Und wenn viele Jahre später das eigene Leid endlich einen Namen bekommt, dann finde ich, darf man das auch aussprechen!