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„Prüfen, Rufen, Drücken“ – diese drei plakativen Worte können Leben
retten, denn: „Die Rettungskette bei einem Herzstillstand beginnt
bei jedem von uns“, appelliert Dr. Ingo Sagoschen, Oberarzt und
Leiter Intensivmedizin am Zentrum für Kardiologie, eindrücklich im
Gespräch mit Ralf Kiesslich. „Drücken bezieht sich dabei auf die
mechanische Herz-Lungen-Wiederbelebung, die jeder beginnen kann, um
die Zeit zu überbrücken, bis der professionelle Rettungsdienst
eintrifft.“ Seit 2019 ist die Universitätsmedizin Mainz für die
Versorgung von Patient:innen, die nach Herzkreislauf-Stillstand
wiederbelebt werden mussten, als „Cardiac Arrest Center“
zertifiziert. Nach der Reanimation durch Laien und die Versorgung
durch den Rettungsdienst setzt sich die Rettungskette in der Klinik
fort. „In der Intensivtherapie etwa haben wir in den letzten 10 bis
15 Jahren viel dazugelernt, wie wir in dieser Phase für die
Patienten Gutes tun können.“ Mit Blick auf die generelle
Entwicklung der Intensivmedizin sagt Ingo Sagoschen: „Vor 20 Jahren
haben wir Krankheitsbilder auf der Intensivstation gesehen, die
sehen wir heute nicht mehr, weil die Grunderkrankungen so gut
behandelt werden können. Dafür kommen neue Herausforderungen etwa
aufgrund zunehmend multimorbider Patienten hinzu.“ Auch auf die
Corona-Zeit blickt Ingo Sagoschen zurück: „Die vielen
gleichzeitigen Schicksale haben mich sehr beschäftigt. Das kann
kaum ein Intensivmediziner, der die Zeit miterlebt hat, ablegen,
dass das nicht eine bewegende und herausfordernde Zeit war.“
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„Herzstillstand: Wenn jede Sekunde zählt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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