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Innenstädte veröden, Geschäfte schließen, Insolvenzen steigen –
überall hört man, der Einzelhandel sterbe. Aber stimmt das
wirklich? Oder stirbt gar nicht der Handel, sondern ein bestimmtes
Handelsmodell? In dieser Folge von MCDC sprechen wir über das
eigentliche Problem des deutschen Einzelhandels: zu viel Fläche, zu
wenig Produktivität pro Quadratmeter und ein Geschäftsmodell, das
jahrzehntelang auf Expansion statt Effizienz aufgebaut war.
Deutschland gilt im internationalen Vergleich als „overstored“ -
wir haben sehr viel Verkaufsfläche pro Einwohner, aber relativ
niedrige Umsätze pro Quadratmeter. Das führt dazu, dass nicht
unbedingt der Umsatz fehlt, sondern die Flächenproduktivität. Wir
diskutieren, welche Läden wirklich sterben und welche wachsen, wie
die typische Gewinn- und Verlustrechnung eines Einzelhändlers
aussieht und warum schon kleine Umsatzrückgänge existenzbedrohend
sein können. Denn stationärer Einzelhandel ist vor allem ein
Fixkostengeschäft: Wenn die Frequenz sinkt, verschwindet schnell
der Gewinn. Gleichzeitig sehen wir, dass bestimmte Handelsmodelle
sehr gut funktionieren - Discounter, vertikale Marken,
spezialisierte Fachhändler, regionale Handelsdestinationen und
alles, was Beratung, Service oder Erlebnis bietet. Die Zukunft des
Handels ist damit nicht das Verschwinden von Läden, sondern eine
starke Polarisierung der Geschäftsmodelle. Innenstädte werden
kleiner, aber nicht verschwinden. Der Laden der Zukunft ist nicht
nur Verkaufsort, sondern Servicepunkt, Logistikpunkt, Community-Ort
und Markenfläche. Unsere zentrale These dieser Folge: Der
Einzelhandel stirbt nicht - die Mittelmäßigkeit stirbt. Nicht der
Umsatz fehlt, sondern die Flächenproduktivität. Es geht in dieser
Folge deshalb weniger um das emotionale Narrativ vom Innenstadttod
und mehr um Retail-Ökonomie, Strukturwandel und die Frage, wie
Handel in Zukunft funktionieren wird.

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„#65 Räumungsverkauf Deutschland“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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