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Die fortschreitende Entwicklung der sogenannten künstlichen
Intelligenz dominiert fast wie kein anderes Thema die
öffentlichen Debatten. Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini, Claude
und Meta AI sind als Partner von Kommunikation kaum mehr von
echten Menschen zu unterscheiden.

Sie liefern nicht nur teilweise überraschende, unvorhersehbare
und sogar einfühlsame Antworten, die einem Gespräch mit einem
klugen Freund gleichkommen können – die KI-Unternehmen preisen
sie als die zentrale Revolution unserer Gegenwart an, die
jegliche Aspekte unseres Lebens verändern wird. Sie sollen
Aufgaben schneller, effizienter und kreativer lösen als wir.
Müssen wir also Angst haben, dass wir alle arbeitslos werden?
Bzw. würde das nicht genau das Reich der unbegrenzten Freiheit
bedeuten, was uns die Technik seit Jahrzehnten verspricht?

Stefan Kühl widerspricht: Die angekündigten großen Umwälzungen
bleiben bisher aus. Sicherlich kann KI ein kluges Werkzeug sein,
was in einigen Bereichen, z.B. der IT, viel Arbeit abnimmt. Aber
kann sie wirklich unser Denken über soziale Prozesse ersetzen?
Schließlich ist das die zentrale Kompetenz des Soziologiestudiums
– anders als der Alltagsblick auf die Gesellschaft und ihre
Institutionen blicken.

Doch selbst wenn die KIs nicht diese Stufe erreichen, sorgen sie
schon für einige Unruhen. Sie können innerhalb weniger Sekunden
ganze Hausarbeiten schreiben und gegebene Texte neu kombinieren.
Entwerten KIs das Soziologiestudium? Oder legen sie nur die
verdeckten Probleme offen, die Studierende und einige Lehrende
seit Jahren bemängeln?

Und schließlich: Wie lässt sich ein optimaler Umgang als
Studierende*r der Soziologie mit KI finden, der weder die
Potenziale für die Ablösung ermüdender Arbeit zerstört noch die
Entwicklung eigenständiger soziologischer Gedanken hemmt?

Das und vieles mehr erwartet euch in der Folge. Viel Spaß!
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„#5 Künstliche Intelligenz in der Soziologie“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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