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Gemeinsam gegen das Tabu – Japans Kampf gegen den Suizid

Gemeinsam gegen das Tabu – Japans Kampf gegen den Suizid

International vor 9 Monaten
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In Japan nahmen sich immer mehr Menschen das Leben. Das schockierte
die Öffentlichkeit. Die Zivilgesellschaft rüttelte die politischen
Verantwortlichen auf, der Kampf gegen die «stille Epidemie» wurde
zur nationalen Priorität. Zwanzig Jahre später zeigt sich: der
Kampf war erfolgreich. Jedes Jahr 14 000 Suizide weniger. Anders
gesagt: 14 000 verzweifelte Menschen in Japan, die wieder Hoffnung
schöpfen – so die statistischen Zahlen im Zwanzigjahresvergleich.
Die kollektive Anstrengung hat sich gelohnt. Wie es dazu kam, lässt
sich in Akita im Norden von Japan gut nachvollziehen, einer Region
mit hoher Arbeitslosigkeit, in der besonders viele Menschen ihr
Leben beendeten. Hisao Sato ist einer der Pioniere der landesweiten
Präventionskampagne. Trauer um den Verlust eines engen Freundes
schlug bei ihm in Zorn übers kollektive Wegschauen um. Er schuf um
die Jahrtausendwende in Akita eine Anlaufstelle und begann,
Verzweifelten Beratungen anzubieten. Nach und nach liessen sich die
japanischen Behörden überzeugen, dass landesweit gehandelt werden
müsse - und könne. Ein nationales Präventionsgesetz schuf die
Grundlagen. Parallel dazu veränderte sich die Wahrnehmung: «Suizid
war ein völliges Tabu. Doch die Menschen begannen, die
Selbsttötungen nicht nur als Privatsache zu betrachten, sondern als
gesellschaftliches Problem», sagt Sato in der Reportage aus Japan
über den Erfolg der Präventionskampagne - und düstere Aspekte, die
dennoch bleiben. Wer suizidale Gedanken hat, findet bei folgenden
Anlaufstellen Soforthilfe: Pro Juventute für Kinder und
Jugendliche, Telefon und SMS 147; Dargebotene Hand/Sorgentelefon
für Erwachsene, Telefon und SMS 143.
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„Gemeinsam gegen das Tabu – Japans Kampf gegen den Suizid“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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