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  4. Investition in Kultur zahlt sich wirtschaftlich aus: Das Beispiel der Beutlhauser Gruppe
Seit 18 Jahren ist Oliver Sowa als Geschäftsführer bei
Beutlhauser tätig, einem Unternehmen mit einer beeindruckenden
Geschichte von 183 Jahren als Passauer Familienunternehmen. Seit
acht Jahren führt er erfolgreich Transformationsprozesse durch,
die das Unternehmen grundlegend verändern, nicht nur verbessern.
Diese Transformation konzentriert sich auf die Anpassung an die
Anforderungen der Industrie 4.0 und fordert eine grundlegende
Neuausrichtung von Denkweisen und Arbeitsweisen. Dabei steht
nicht nur eine kontinuierliche Verbesserung im Fokus, sondern
auch eine radikale Neuausrichtung gefolgt von kontinuierlichen
Anpassungen.

Insbesondere seit März 2020, mit den Herausforderungen der
Corona-Pandemie, der Ukrainekrise, Energiekrisen und
Lieferkettenengpässen, hat sich die Resilienz von Beutlhauser
bewährt. Der erfolgreiche Umgang mit diesen Herausforderungen
basiert auf der sorgfältigen Vorbereitung und der Fähigkeit des
Unternehmens, sich flexibel anzupassen.

Oliver Sowa betont, dass die Motivation der Mitarbeiter nicht
einfach durch Motivationsversuche seitens des Managements
gesteigert werden kann. Vielmehr muss das Unternehmen als
Gastgeber auftreten, der die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der
Mitarbeiter versteht und die Rahmenbedingungen schafft, die ihre
Motivation fördern. Dies erfordert ein Umdenken in der
Unternehmensführung, weg von starren Hierarchien und hin zu einer
horizontalen Organisationsstruktur, in der
Entscheidungskompetenzen stärker an Fachkompetenzen gebunden
sind.

Ein entscheidender Schritt in dieser Transformation war die
Überprüfung und Anpassung von Ziel- und Bonussystemen. Anstelle
von provisionsbasierten Anreizen setzt Beutlhauser nun auf gute
Festgehälter, was zu einer verbesserten Leistung der Mitarbeiter
geführt hat. Dies zeigt, dass schlechte Leistung nicht auf
mangelndes finanzielles Interesse zurückzuführen ist, sondern auf
fehlende Führung und klare Rahmenbedingungen.

Eine wichtige Erkenntnis für Beutlhauser war die Tatsache, dass
Innovation nicht nur technologische Neuerungen umfasst, sondern
auch neue Arbeits- und Denkweisen beinhaltet. Durch die Schaffung
einer Unternehmenskultur, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit
basiert, konnten sie Innovationen vorantreiben und einen Mehrwert
für ihre Kunden schaffen.

Trotz des Erfolgs dieser Transformationsbemühungen betont Oliver
Sowa, dass der Prozess nie abgeschlossen ist. Es erfordert einen
kontinuierlichen Dialog und die Bereitschaft, sich ständig
weiterzuentwickeln und anzupassen. Dies erfordert Mut und
Engagement von allen Ebenen des Unternehmens.

In Bezug auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens betont Oliver
Sowa die Bedeutung eines kulturellen Wandels, der als Treiber für
Effizienzsteigerungen und Innovationen dient. Dieser kulturelle
Wandel kann nicht direkt gemessen werden, aber er trägt
entscheidend dazu bei, dass die Implementierung von Tools und
Prozessen erfolgreich ist.

Abschließend betont Sowa die Bedeutung von Vertrauen und
Selbstvertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, sich
kontinuierlich weiterzuentwickeln und anzupassen. Es erfordert
Mut, bestehende Denkmuster herauszufordern und sich neuen
Herausforderungen zu stellen, um langfristig erfolgreich zu sein.
Die Beutlhauser Gruppe verzeichnet seit der Investition in die
Kultur Steigerungen in Effizienz und Marktanteilen. Eine gute
Kultur zahlt auf die Arbeitgeberattraktivität ein und hat einen
positiven Einfluss für Lieferanten, Gesellschafter und andere
Stakeholder. Nur durch die Kulturtransformation können nun auch
digitale Tools effizient eingesetzt werden, um Prozesseffizienz
zu tracken, wie z.B SAP S4 Hana. Kultur ist das Fundament, das
Digitalisierung überhaupt funktionieren kann oder der
Fachkräftemangel eingedämmt werden kann.

Buchempfehlung:

- "Die Gestörten" von Wolf Lotter

- Systemtheorie von Niklas Luhmann

- "Mythos Motivation: Wege aus einer Sackgasse" von Reinhard K.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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