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In der 41. Folge unseres Podcast widmen wir uns einem Thema, mit
dem sicher jede*r schon einmal eigene Erfahrungen machen musste:
Stress. Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten immer
weiter verdichtet. Die Digitalisierung treibt das Tempo zusätzlich
voran, macht uns immer erreichbar, setzt uns aber auch unter Druck,
schnell zu reagieren. Doch was genau ist eigentlich Stress? Und
muss Stress immer etwas Schlechtes sein? Darüber sprechen ein
Professor für Maschinenbau, eine Professorin für Arbeits- und
Organisationspsychologie und ein Diplom-Psychologe. Prof. Dr.
Corinna Peifer (UzL) untersucht Stress unter wissenschaftlichen
Bedingungen, unter anderem mit dem Trier Social Stress Test (TSST).
Dabei wird mit den Testpersonen zunächst ein Bewerbungsgespräch
simuliert, direkt im Anschluss müssen sie noch eine Rechenaufgabe
lösen. Der dadurch bei den Testpersonen ausgelöste Stress wird
anhand von Herzfrequenz, Blutdruck, Hormonspiegel und subjektivem
Empfinden gemessen. Aber auch positivem Stress in Form von
Flow-Erlebnissen ist Prof. Dr. Peifer auf der Spur. Solche
Erlebnisse lassen sich zwar nicht erzwingen, aber immerhin
befördern. Dazu gibt sie im Podcast einige Tipps. Prof. Dr. Roland
Kral (TH) kennt Stress nicht nur als menschliches Phänomen, sondern
auch aus einem ganz anderen Bereich: von Maschinen. Als Spannung,
die auf Materialien einwirkt und bei wiederholter hoher Belastung
zu Materialermüdung bis hin zur Selbstzerstörung führen kann.
Glücklicherweise können bei Maschinen – anders als beim Menschen –
defekte Bauteile ausgetauscht werden, und es gibt inzwischen sogar
Bestrebungen, Maschinen durch den Einsatz spezieller Werkstoffe
widerstandsfähiger zu machen. Christian von Streit (MHL) hat es
meist mit Studierenden zu tun, die in diversen Musikwettbewerben
viel Stresserfahrung sammeln konnten und ihre eigene Belastbarkeit
sehr genau kennen. Dennoch leiden sie auch abseits der Bühne unter
dem Druck, ständig Höchstleistungen erbringen zu müssen, etwa in
musikwissenschaftlichen Prüfungen. Er beobachtet, dass die
Resilienz der Studierenden (also das Selbstvertrauen, mit Stress
gut umgehen zu können) vor allem im Privatleben eher ab- als
zunimmt. Zudem müssen immer mehr Studierende Geld verdienen, um
sich das Studium leisten zu können. Der Podcast steht über die
Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen
Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs
zur Monatsmitte online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und
neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen
die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen
Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und
Kultur anzuregen.
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„#41 | Stress“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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