Der angebliche Polizistenmörder – Schauprozess in Magdeburg

Der angebliche Polizistenmörder – Schauprozess in Magdeburg

vor 3 Jahren
Als am 17. Juni 1953 das Volk in der DDR protestiert, ist auch der Gärtner Ernst Jennrich aus Magdeburg dabei. Er wird später in einem Schauprozess zum Tode verurteilt, weil er einen Polizisten erschossen haben soll.
27 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Jahren
Am 17. Juni 1953 gehen überall in der DDR Menschen auf die Straßen
– auch in Magdeburg. Der Gärtner Ernst Jennrich ist in der Stadt
für einen Behördengang unterwegs. Er gerät in einen der
Demonstrationszüge, schließt sich an. Die Menschen ziehen zum
Gefängnis Magdeburg-Sudenburg. Sie wollen -wie überall im Land-
politische Gefangene befreien. An der Haftanstalt fallen Schüsse.
Einen Tag später wird Ernst Jennrich festgenommen. Er soll einen
Volkspolizisten erschossen haben. Beweise gibt es nicht. Für den
Prozess werden die tödlichen Schüsse nachgestellt. Der Gärtner wird
zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch dabei wird es nicht bleiben.
Auf Prozessaufnahmen von damals ist zu hören, wie verzweifelt
Jennrich seine Unschuld beteuert. Dennoch wird er in einem zweiten
Prozess nach gerade mal 15 Minuten Verhandlung zum Tode verurteilt.
Ein halbes Jahr später wird er per Guillotine hingerichtet. Erst 38
Jahre später soll Ernst Jennrich rehabilitiert werden. In dieser
Folge sprechen wir mit Zeitzeugen und Historikern über die
dramatischen Tage in Magdeburg und den grauenvollen Schauprozess.
Kontakt zu den Autoren über: 17-Juni@mdraktuell.de Hörtipp:
Podcast "Was tun, Herr General?" Quellen: Audios:
Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg; Dokumente:
Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin
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Der angebliche Polizistenmörder – Schauprozess in Magdeburg
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