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  4. EP 37 _ Das Chaos des Jahres wegputzen - Osouji Japanischer Neujahrsputz

Hier in Deutschland wird das neue Jahr als willkommene
Gelegenheit für einen Neuanfang gesehen. Landläufig bekannt als
Frühjahrsputz. Karstadt hat seine Haushaltswochen und es wird
geputzt und gewienert. Aber selten wird es als ein reinigendes
Ritual angesehen.


Ganz anders in Japan. Osouji heißt soviel, wie das große Putzen
und hat seine Wurzeln in der Edo-Zeit. Die Menschen lebten damals
mit versunkenen Feuerstellen und Feueröfen und japanische Häuser
wurden in dieser Zeit ziemlich rußig. Und um diesen Ruß
loszuwerden,  gab es regelmäßig eine große Hausreinigung.


Irgendwann wurde Edo Castle an einem glücksverheißenden Tag im
Dezember von all seinem Ruß befreit und dies soll der Ursprung
 von Osouji, dem großen Putzen in Japan gewesen sein.


Dieses Reinigungsritual ist die Vorbereitung auf die Begrüßung
des Gottes des neuen Jahres, Toshigami-sama.


Toshigami-sama ist der Gott, der dem Haus Fülle und Glück
schenkt, und so wird es als richtig angesehen, diesen Gott in
einem sauberen Haus zu begrüßen.


Natürlich ist Osouji mittlerweile auch eine Verkaufsmaschine für
Putz- und Reinigungsmittel geworden, aber der eigentliche
Gedanke, das neue Jahr mit einem sauberen Haus zu begrüßen und
alten Staub des vergangenen Jahres wegzuputzen und neu zu
starten, ist doch eine schöne Achtsamkeitsübung. 


Du musst nicht, wie in Japan traditionell üblich am 13. Dezember
damit starten, das passt ja zeitlich nicht wirklich in unsere
Tradition. Aber das alte Jahr nochmal revue passieren lassen und
zu reflektieren, was lief gut -  was nicht, das finde ich
eine lohnenswerte Überlegung. 
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„EP 37 _ Das Chaos des Jahres wegputzen - Osouji Japanischer Neujahrsputz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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